Solingen – Ein für Donnerstag, 19. März, angekündigter Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr bringt die Klingenstadt erneut an den Rand eines Verkehrschaos. Wie die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di mitteilt, sollen in Solingen und auch NRW-weit große Teile des Busverkehrs zum Erliegen kommen – mit spürbaren Folgen für zahlreiche Pendlerinnen und Pendler.
Alle städtischen Linien bleiben in Solingen im Depot. Haltestellen, die sonst von regem Betrieb geprägt sind, sollen von Dienstbeginn am frühen Morgen bis zum Dienstenede in der darauffolgenden Nacht verwaist bleiben. Für viele beginnt der Tag damit nicht wie gewohnt – sondern mit der Frage: Wie komme ich überhaupt zur Arbeit oder zur Schule?
Nur wenige Busse unterwegs
Zwar sollen einzelne Verbindungen auswärtiger Busunternehmen weiterhin fahren, vor allem dort, wo externe Anbieter im Einsatz sind. Das gilt jedoch nicht für die Linien der Stadtwerke Solingen. Die Busse der SWS bleiben nach derzeitigem Kenntnissstand alle im Depot. Das Angebot ist dadurch sehr stark eingeschränkt. Wer auf den Bus angewiesen ist, braucht Geduld – und Alternativen.
„Das bringt meinen ganzen Tag durcheinander“
Für viele trifft der Streik den Alltag mit voller Wucht. „Ohne den Bus komme ich kaum zur Arbeit. Jetzt muss ich deutlich früher mit dem Auto los und hoffen, dass ich irgendwie durchkomme – das bringt meinen ganzen Tag durcheinander“, sagt eine Pendlerin aus Solingen im Gespräch mit unserer Redaktion.
Tarifstreit spitzt sich zu
Hintergrund des Ausstands sind festgefahrene Tarifverhandlungen. Die Gewerkschaft fordert spürbare Verbesserungen der Arbeitsbedingungen – die Fronten bleiben jedoch verhärtet.
Weitere Ausfälle drohen
Eine schnelle Lösung ist nicht in Sicht. Weitere Streiks könnten folgen – und damit zusätzliche Belastungen für den ohnehin angespannten Verkehr in der Region.
Für Donnerstag gilt daher: Wer kann, sollte umplanen. Denn Solingen steht ein ungewöhnlich stiller – und zugleich chaotischer – Tag bevor.











