PolitikSicher leben in Solingen - CDU fordert stärkere Befugnisse für das Ordnungsamt

Sicher leben in Solingen – CDU fordert stärkere Befugnisse für das Ordnungsamt

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Solingen – Die Sicherheit im öffentlichen Raum steht im Mittelpunkt einer aktuellen politischen Debatte: Der nordrhein-westfälische Landtag berät derzeit über eine Reform des Ordnungsbehördengesetzes (OBG). Ziel ist es, kommunale Ordnungsbehörden besser auszustatten und ihre Handlungsmöglichkeiten zu erweitern. Die CDU-Fraktion in Solingen begrüßt das Vorhaben grundsätzlich – fordert jedoch deutliche Nachbesserungen mit Blick auf die praktische Umsetzbarkeit.


Steigende Anforderungen im Alltag der Ordnungsämter

Nach Einschätzung der CDU haben sich die Aufgaben der Ordnungsämter in den vergangenen Jahren deutlich verändert und ausgeweitet. Konflikte im öffentlichen Raum, zunehmende Vermüllung, illegale Müllentsorgung oder auch ordnungswidriges Verhalten bei Veranstaltungen stellen Städte vor wachsende Herausforderungen.

Der Solinger CDU-Fraktionsvorsitzende Carsten Voigt betont: Das Ordnungsamt sei ein unverzichtbarer Bestandteil für Sicherheit und Ordnung. Gleichzeitig werde die Arbeit durch kurzfristige Verstöße erschwert, die oft schon beendet sind, bevor Einsatzkräfte eintreffen. Dadurch seien viele Ordnungswidrigkeiten schwer nachweisbar.


Mehr Befugnisse und moderne Technik gefordert

Vor diesem Hintergrund fordert die CDU, das neue Gesetz praxisnah auszugestalten. Aus Sicht der Fraktion müsse sichergestellt werden, dass die Kommunen tatsächlich wirksame Instrumente an die Hand bekommen.

Konkret spricht sich die CDU für mehrere Maßnahmen aus:

  • Klare und rechtssichere Befugnisse für kommunale Ordnungsbehörden
  • Einsatz moderner Technik zur Beobachtung und Dokumentation von Problemstellen
  • Gezielte Videoüberwachung an Kriminalitätsschwerpunkten, unter Einhaltung des Datenschutzes
  • Besserer Schutz der Einsatzkräfte in konfliktreichen Situationen
  • Praxisnahe gesetzliche Regelungen, die im Alltag tatsächlich umsetzbar sind

Als Beispiel nennt Voigt die niederländische Partnerstadt Gouda, die bereits auf ein umfangreiches Kamerasystem zur Prävention setzt.


Balance zwischen Sicherheit und Datenschutz

Ein zentraler Punkt der Diskussion ist der Einsatz technischer Mittel wie Videoüberwachung. Die CDU betont, dass dieser nur unter strikter Beachtung der Verhältnismäßigkeit und datenschutzrechtlicher Vorgaben erfolgen dürfe. Gleichzeitig sieht die Fraktion darin ein wichtiges Instrument zur Prävention und zur Identifikation von Tätern.


Sicherheit als Grundlage für Lebensqualität

Für die CDU ist klar: Sicherheit und Ordnung sind entscheidend für die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger. Neben präventiven Maßnahmen setzt die Fraktion auch auf konsequentes Vorgehen gegen Vandalismus und Kriminalität sowie auf eine bessere personelle Ausstattung der Ordnungsdienste.

Auch soziale Maßnahmen, etwa verstärkte Sozialarbeit in Problemvierteln, sollen Teil eines ganzheitlichen Ansatzes sein.


Gesetz als Chance – aber mit Nachbesserungsbedarf

Abschließend sieht die CDU in der geplanten Gesetzesänderung einen wichtigen Schritt, um die kommunalen Ordnungsbehörden zukunftsfähig aufzustellen. Entscheidend sei jedoch, dass die Erfahrungen aus der kommunalen Praxis in den weiteren Beratungen berücksichtigt werden.

Nur so könne das Gesetz tatsächlich dazu beitragen, Städte wie Solingen sicherer zu machen und den Ordnungsbehörden die nötigen Werkzeuge für ihre tägliche Arbeit an die Hand zu geben.

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