Solingen – In der Klingenstadt gehört das Fahrradfahren fest zum Lehrplan: Alle 22 Grundschulen der Stadt nehmen geschlossen an der intensiven Radfahrausbildung teil. Nach der Vorbereitung im geschützten Raum der Jugendverkehrsschule steht nun der entscheidende Schritt bevor: Nach den Osterferien erobern rund 1.500 Drittklässler den echten Straßenverkehr.
Vom Schonraum in die „Verkehrswirklichkeit“
Die Basis wurde bereits gelegt: In den vergangenen Monaten besuchten alle Klassen viermal die Jugendverkehrsschule, um unter Aufsicht von Lehrkräften und Eltern Verkehrsregeln, Schilder und Ampeln kennenzulernen. Jetzt folgt die Praxis unter Realbedingungen. Gemeinsam mit den Verkehrssicherheitsberatern der Polizei Solingen wird das theoretische Wissen zunächst im Klassenraum vertieft, bevor es in Kleingruppen direkt ins Schulumfeld geht.
Besonders wertvoll: Die Polizeibeamten begleiten die Kinder selbst auf dem Fahrrad. „Das gibt den Kindern, die oft zum ersten Mal im öffentlichen Verkehrsraum unterwegs sind, die nötige Sicherheit“, erklären die Verantwortlichen. In zwei Modulen wird gezielt trainiert: Zuerst das Rechtsabbiegen, im zweiten Termin das deutlich anspruchsvollere Linksabbiegen.
Starke Unterstützung durch den Kiwanis Club Solingen
Sicherheit hat oberste Priorität: Obwohl in Deutschland keine gesetzliche Helmpflicht besteht, darf in Solingen kein Kind ohne Helm an der Ausbildung teilnehmen. Sorge bereitet den Experten oft der Zustand der privaten Ausrüstung: Viele Helme sind zu alt, passen nicht oder sind falsch eingestellt.
Um hier Abhilfe zu schaffen, erhält das Projekt nun tatkräftige Unterstützung: Der Solinger Service Club Kiwanis spendet insgesamt 110 neue Fahrradhelme. Getreu ihrem weltweiten Motto „Serving the Children of the World“ setzt sich die Solinger Sektion des Clubs primär für die Förderung und den Schutz von Kindern in der Region ein.
Dank dieser großzügigen Spende kann künftig an jeder Grundschule auf einen Fundus neuer Helme zurückgegriffen werden. So ist sichergestellt, dass jedes Kind – unabhängig von der privaten Ausstattung – optimal geschützt am Training teilnehmen kann.











