Bergisches Land – Vertreter der Seniorenbeiräte aus dem Bergischen Städtedreieck und umliegenden Städten sind am Donnerstag im Solinger Rathaus zur sogenannten „Bergischen Runde“ zusammengekommen. Im Mittelpunkt der Sitzung standen die drängenden Herausforderungen der Seniorenarbeit – und ein erster Ausblick auf den nächsten Bergischen Seniorentag.
Nach der Begrüßung durch Jürgen Axel Seeh und einer Vorstellungsrunde berichteten Delegationen aus Radevormwald, Mettmann, Haan, Remscheid und Solingen über die Situation in ihren Kommunen. Dabei zeigte sich schnell: Die Themen ähneln sich überall.
Selbstbestimmung und Teilhabe im Alter als zentrales Ziel
Im Fokus der Diskussion standen insbesondere die Förderung eines selbstbestimmten Lebens im Alter sowie der Ausbau von Netzwerken und Beratungsangeboten. Auch die Rolle der Seniorenbeiräte wurde hervorgehoben: Sie fungieren zunehmend als wichtige Schnittstelle zwischen Verwaltung und älteren Bürgerinnen und Bürgern.
Ein weiteres zentrales Thema war die Barrierefreiheit – nicht nur im öffentlichen Raum, sondern auch bei digitalen und analogen Bezahlsystemen. Gerade hier bestehe noch erheblicher Handlungsbedarf. Ebenso intensiv diskutiert wurden die Pflegesituation, altersgerechtes Wohnen sowie Fragen der Stadtentwicklung und des bürgerschaftlichen Engagements.
Besondere Aufmerksamkeit erhielt ein Projekt aus Radevormwald: Dort führt der Seniorenbeirat derzeit eine umfangreiche Befragung unter rund 3.000 Seniorinnen und Senioren durch. Die Ergebnisse sollen nach ihrer Auswertung der Bergischen Runde vorgestellt werden und könnten wichtige Impulse für die regionale Seniorenpolitik liefern.
Seniorentag 2028 soll nach Wuppertal kommen
Neben den aktuellen Themen richtete sich der Blick auch in die Zukunft: Die Planung des nächsten Bergischen Seniorentags nahm konkrete Formen an. Die Veranstaltung, die im Wechsel in den beteiligten Städten stattfindet, soll nach dem Willen der Runde im April 2028 in Wuppertal ausgerichtet werden.
Als übergeordnetes Thema wurde „Prävention“ festgelegt. Geplant sind Schwerpunkte in den Bereichen Gesundheit und Wohlbefinden, Sicherheit im Alltag sowie Beratung und Unterstützung. Da der Wuppertaler Vertreter an der Sitzung nicht teilnehmen konnte, wird Jürgen Axel Seeh die weiteren Abstimmungen übernehmen.
Zusammenarbeit wird fortgesetzt
Einigkeit herrschte am Ende der Sitzung über die Fortsetzung der gemeinsamen Arbeit. Die Bergische Runde sieht sich als wichtiges Forum für den Austausch und die Koordination seniorenpolitischer Themen in der Region.
Das nächste Treffen ist für den 21. Mai 2026 geplant. Der genaue Veranstaltungsort wird noch bekanntgegeben.











