Suche nach Alternativen zum Engelsberger Hof schreitet voran
Solingen – Die Stadt Solingen ist bei der Neuordnung von Grillmöglichkeiten im öffentlichen Raum einen entscheidenden Schritt weiter. Die Verwaltung hat jetzt vier konkrete Vorschläge für neue Grillstandorte im Stadtgebiet vorgelegt. Diese sollen in den kommenden Wochen in den zuständigen Bezirksvertretungen beraten werden und bilden die Grundlage für die weiteren politischen Entscheidungen.
Hintergrund ist die neue Grillverordnung, die das Grillen im Engelsberger Hof untersagt. Gleichzeitig erlaubt sie das Grillen in öffentlichen Grünanlagen künftig nur noch in eigens ausgewiesenen Bereichen. Ziel der Neuregelung ist es, das gesellige Beisammensein im Grünen weiterhin zu ermöglichen, dabei aber Natur, Anwohner und öffentliche Anlagen besser zu schützen.
Vier Standorte im Fokus
Die Verwaltung schlägt folgende Orte für neue oder erweiterte Grillmöglichkeiten vor:
- Bärenloch (Mitte/Gräfrath): Der bestehende Grillplatz oberhalb der Hundewiese soll um zwei zusätzliche Grillplätze erweitert werden. Zudem soll die seit Jahren genutzte Grillfläche nahe der Naturbühne erhalten bleiben.
- Stiehlsteich (Ohligs): Auf einer Wiesenfläche ist die Einrichtung einer klar abgegrenzten Grillfläche vorgesehen.
- Volksgarten (Krahenhöhe): Auf der ehemaligen Boule-Fläche oberhalb des Spiel- und Bolzplatzes soll ein neuer Grillplatz entstehen.
- Bülowplatz (Südstadt): Geplant ist ein einzelner Grillplatz auf dem zentralen Rundling.
Dabei unterscheidet die Stadt zwischen „Grillplätzen“ und „Grillflächen“: Während Grillplätze fest installierte Grillanlagen an klar definierten Orten sind, erlauben Grillflächen das Grillen mit eigenen, regelkonformen Geräten innerhalb eines abgegrenzten Bereichs.
„Geordnet, sicher und an geeigneten Orten“
Oberbürgermeister Daniel Flemm betont die Zielrichtung der neuen Regelung: „Wir wollen das Grillen im öffentlichen Raum weiterhin ermöglichen – aber geordnet, sicher und an geeigneten Orten.“ Die nun vorgelegten Vorschläge seien eine gute Grundlage für die politische Beratung direkt in den Stadtteilen.
Politische Entscheidung steht noch aus
Die endgültige Entscheidung über die Standorte liegt nun bei den Bezirksvertretungen. Sie bestimmen, ob und in welcher Form Grillmöglichkeiten eingerichtet werden. Anschließend wird im weiteren politischen Prozess über die Finanzierung entschieden.
Mit den neuen Vorschlägen kommt die Stadt ihrem Ziel näher, attraktive und zugleich verträgliche Grillangebote für die Bevölkerung zu schaffen.











