Bergisches Land – Der Bergische HC hat im Bergischen Derby gegen den VfL Gummersbach einen herben Rückschlag hinnehmen müssen. Nach dem umkämpften 29:29 im Hinspiel unterlagen die Löwen vor 4.000 Zuschauern in der ausverkauften Mitsubishi Electric HALLE deutlich mit 30:39 (15:19). Die Gäste aus Gummersbach feierten damit ihren neunten Sieg in Serie und präsentierten sich als klar überlegene Mannschaft.
Gummersbach von Beginn an dominant
Von der ersten Minute an bestimmten die Oberbergischen das Geschehen. Allen voran Julian Köster setzte immer wieder Akzente, überzeugte sowohl mit Durchbrüchen als auch mit Treffern aus dem Rückraum. Der Bergische HC hingegen fand nie richtig in die Partie. Verlorene Zweikämpfe, fehlender Spielfluss und Probleme im Angriff prägten das Spiel der Gastgeber.
Zwar gelang es dem BHC zwischenzeitlich, den Rückstand zu verkürzen – etwa durch Noah Beyer zum 4:5 –, doch die Chance auf den Ausgleich blieb ungenutzt. Gummersbach nutzte diese Phase eiskalt aus, setzte sich durch Treffer von Miro Schluroff und Kay Smits weiter ab und ließ sich nicht mehr aus dem Konzept bringen.
Fehlender Zugriff und wenig Rhythmus
Während der BHC im Angriff kaum Lösungen fand, fehlte auch defensiv der Zugriff. Die Gäste konnten ihre Angriffe nahezu ungestört aufziehen und bauten ihre Führung kontinuierlich aus. Beim Stand von 15:19 zur Halbzeit war bereits erkennbar, dass es schwer werden würde, das Spiel noch zu drehen.
Ein kleiner Lichtblick war das Comeback von Elias Scholtes, der nach langer Verletzungspause zwei Treffer erzielte und für vereinzelten Applaus sorgte. Eine echte Wende deutete sich jedoch nicht an.
Frühe Entscheidung nach der Pause
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Gummersbach das dominierende Team. Spätestens mit dem Treffer von Miro Schluroff zum 27:17 in der 40. Minute war die Partie entschieden. Zwar konnte der BHC durch eine offensivere 5:1-Deckung und Treffer von unter anderem Seesing, Morante Maldonado und Voss-Fels noch einmal verkürzen, doch näher kam man nicht mehr heran.
Zu viele technische Fehler – insgesamt 13 im Spielverlauf – verhinderten eine echte Aufholjagd. Gummersbach hingegen blieb konsequent und nutzte die Schwächen der Gastgeber konsequent aus.
Stimmen zum Spiel: Lob für Gummersbach, Selbstkritik beim BHC
VfL-Trainer Gudjon Valur Sigurdsson zeigte sich zufrieden: „Wir hatten das Spiel insgesamt im Griff und konnten uns in der zweiten Halbzeit deutlich absetzen. Es war vielleicht nicht das intensivste Spiel, aber wir haben verdient gewonnen.“
BHC-Coach Markus Pütz gratulierte fair: „Das ist ein absolut verdienter Sieg – auch in der Höhe. Uns hat vor allem die Intensität in den Zweikämpfen gefehlt. Das ist ein Schritt zurück, den wir schnell korrigieren müssen.“
Auch Fabian Gutbrod fand klare Worte: „Wir haben weder im Angriff noch in der Abwehr die nötige Qualität gezeigt. 39 Gegentore sprechen eine deutliche Sprache.“
Blick nach vorne
Für den Bergischen HC gilt es nun, die Niederlage schnell aufzuarbeiten. Positiv bleibt die große Unterstützung der Fans – zum dritten Mal in Folge war die Halle ausverkauft. Mit einem spielfreien Wochenende vor der Brust richtet sich der Fokus nun auf die kommenden Aufgaben, bei denen die Löwen wieder ein anderes Gesicht zeigen wollen.











