Solingen – Nach dem Grillverbot am Engelsberger Hof übt die SPD-Ratsfraktion deutliche Kritik an den von der Stadtverwaltung vorgeschlagenen Alternativstandorten. Aus Sicht der Sozialdemokraten sind viele der präsentierten Flächen ungeeignet – und sorgen laut SPD für Unmut bei den Betroffenen.
Kritik an vorgeschlagenen Standorten
„Die angeblichen Alternativplätze sind weitgehend ungeeignet“, erklärte Ernst Lauterjung, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion. Nach Darstellung der SPD stoßen die Vorschläge bei Bürgerinnen und Bürgern auf Kritik. Besonders deutlich werde dies in den Bezirksvertretungen, wo die Standorte derzeit beraten werden.
Als Beispiele nennt die SPD den Bülowplatz, der sich mitten in einem Wohngebiet befinde und über keine ausreichenden Parkmöglichkeiten verfüge. Ebenso ungeeignet sei aus Sicht der Fraktion ein Standort am Stiehls Teich in Ohligs, einem sensibel gepflegten Biotop.
Forderung nach „echten Alternativen“
Die SPD fordert daher, dass der Oberbürgermeister gemeinsam mit der Verwaltung „echte Alternativen“ vorlegt. „Solche Vorschläge sind schlicht nicht praktikabel“, so Lauterjung.
Kritik gibt es auch an den möglichen Kosten der vorgeschlagenen Maßnahmen. Laut SPD seien diese bislang nicht ausreichend geklärt oder finanziell hinterlegt worden.
Vorwurf an die Verwaltung
Zudem sieht die Fraktion eine problematische Rollenverteilung zwischen Verwaltung und Politik. „Der Oberbürgermeister hat seinen großen Auftritt, und die Politik soll anschließend die Arbeit erledigen – das wird es mit dem Rat nicht geben“, betonte Lauterjung.
Umsetzung des Grillverbots gefordert
Auch beim ursprünglichen Grillverbot am Engelsberger Hof fordert die SPD Konsequenz. Ein öffentlichkeitswirksamer Erlass allein reiche nicht aus – entscheidend sei nun, dass die Regelung auch umgesetzt werde. Nach Ansicht der SPD erwarten Bürgerinnen und Bürger hier Klarheit und Verlässlichkeit.
Insgesamt macht die SPD deutlich: Dem Grillverbot müssten aus ihrer Sicht praktikable und finanzierbare Alternativen folgen.










