Stadtwerke nehmen Anlage an der Grünbaumstraße in Betrieb
Solingen – Damit in der Klingenstadt auch künftig zuverlässig Wasser aus dem Hahn fließt, haben die Stadtwerke eine neue Druckanlage in Betrieb genommen. Das Pumpwerk an der Grünbaumstraße soll die Versorgung stabilisieren – insbesondere dann, wenn die bestehende Anlage an der Krahenhöhe gewartet oder repariert wird.
Herausforderung Höhenunterschied
Die Topografie der Stadt stellt besondere Anforderungen an das Trinkwassernetz. Zwischen dem niedrigsten und dem höchsten Versorgungspunkt liegen mehr als 200 Meter Höhenunterschied. Damit das Wasser dennoch mit gleichbleibendem Druck in allen Haushalten ankommt, sind technische Lösungen wie zusätzliche Pumpwerke unerlässlich.
„Die Anforderungen an das Trinkwassernetz sind mit der Stadtentwicklung gestiegen“, erklärt Peter Adams, Leiter der Planungsabteilung Gas/Wasser bei den Netzen Solingen. Die neue Pumpstation sorge vor allem in der Hochdruckzone Krahenhöhe für stabile Verhältnisse.
Versorgung für eine ganze Stadt
Rund die Hälfte des Solinger Trinkwassers stammt aus dem Wasserwerk Glüder. Dort werden jährlich zwischen 5,5 und 6 Millionen Kubikmeter Talsperrenwasser aufbereitet. Das Wasser kommt aus der Sengbachtalsperre sowie teilweise aus der Großen Dhünntalsperre und wird nach der Aufbereitung in das Versorgungsnetz eingespeist.
Mehrere Wasserbehälter im Stadtgebiet mit einem Gesamtvolumen von etwa 26.000 Kubikmetern sorgen dafür, dass Verbrauchsschwankungen ausgeglichen werden können. Sie decken den täglichen Bedarf der Bevölkerung.
Großes Netz im Hintergrund
Das Solinger Trinkwassernetz ist über Jahrzehnte gewachsen. Es umfasst heute rund 600 Kilometer Leitungen sowie mehr als 30.000 Hausanschlüsse mit einer zusätzlichen Länge von etwa 300 Kilometern. Ein innerstädtisches Ringleitungssystem sorgt dafür, dass das Wasser effizient verteilt wird.
Die neuen technischen Anlagen ergänzen diese Infrastruktur und erhöhen die Versorgungssicherheit. Gerade in einer Stadt mit anspruchsvoller Geländestruktur ist ein stabiles Netz entscheidend.
Technik und Gestaltung vereint
Beim Bau des Pumpwerks wurde nicht nur auf die Funktion geachtet. Auch die Einbindung in die Umgebung spielte eine Rolle. Begrünte Flächen und ein bepflanztes Dach sorgen dafür, dass sich die Anlage optisch in das Stadtbild einfügt.
Überwachung rund um die Uhr
Gesteuert wird die Wasserversorgung über die Leitwarte der Netze Solingen. Von dort aus können die Mitarbeiter bei Störungen schnell eingreifen. Verantwortlich für die Versorgung ist der Eigenbetrieb Wasserversorgung Solingen.
Mit dem neuen Pumpwerk stärken die Stadtwerke die Infrastruktur und sorgen dafür, dass auch künftig gilt: In Solingen fließt das Wasser zuverlässig – selbst bergauf.










