Bergisches Land – Der Bergische HC steht vor einem besonderen Kapitel seiner Vereinsgeschichte: Zum zweiten Mal nach 2016 hat sich das Team für das Final4 um den DHB-Pokal qualifiziert. Für Trainer Arnor Gunnarsson ist das mehr als nur ein sportlicher Erfolg: „Wir haben zehn Jahre dafür gearbeitet, es wieder zu schaffen. Jetzt wollen wir alles reinwerfen und die Bundesliga für ein paar Tage ausblenden.“
Große Bühne in Köln
Am Samstagabend (18:45 Uhr) wartet in der ausverkauften LANXESS arena eine gewaltige Kulisse auf die Löwen. Vor rund 20.000 Zuschauern trifft der BHC im Halbfinale auf den Topfavoriten SC Magdeburg.
Schon Stunden vor dem Anwurf wird die Stimmung angeheizt: Die Fans treffen sich am Kennedy-Ufer in Köln-Deutz und ziehen gemeinsam zur Arena. Bereits am Nachmittag beginnt das erste Halbfinale zwischen dem TBV Lemgo Lippe und den Füchse Berlin.
Außenseiter mit Hoffnung
Die Rollen sind klar verteilt: Magdeburg führt die Liga an und bringt viel Erfahrung mit. „Wenn sie ihre Normalform erreichen, wird es extrem schwer“, sagt Co-Trainer Markus Pütz. Dennoch glaubt der BHC an seine Chance.
Beim letzten Duell hielten die Bergischen lange mit und verloren nur knapp. Entscheidend wird erneut die Defensive sein – und ein starker Angriff. „Je länger das Spiel eng bleibt, desto größer ist unsere Chance“, so Pütz.
Emotionen und einmalige Momente
Für viele Spieler ist das Final4 ein Höhepunkt ihrer Karriere. „Wir werden es aufsaugen und genießen“, sagt Gunnarsson. Auch Kapitän Christopher Rudeck betont: „Selbst wenn wir auf Beton spielen würden – wir lassen unser Herz auf der Platte.“
Die besondere Atmosphäre könnte zum Faktor werden. Wenn das Publikum spürt, dass der Außenseiter mithalten kann, ist alles möglich.
Viel zu gewinnen, wenig zu verlieren
Ob Finale oder Spiel um Platz drei – der BHC hat an diesem Wochenende jede Menge Chancen. Ein Sieg gegen Magdeburg würde den Einzug ins Endspiel bedeuten. Doch auch im Falle einer Niederlage winkt eine Medaille und ein direkter Startplatz im Achtelfinale der nächsten Pokalsaison.
„Kindheitsträume sind schon mit der Qualifikation wahr geworden“, sagt Pütz. „Jetzt wollen wir das Wochenende einfach erleben.“
Mit Rückschlägen nach Köln
Nicht alle Spieler können dabei sein: Yannick Fraatz und Nico Schöttle fallen weiterhin verletzt aus, ebenso Elias Scholtes nach einer Knieoperation. Der Rest der Mannschaft ist jedoch fit und bereit.
Die Anreise erfolgt am Freitag, untergebracht ist das Team im Radisson Blu Hotel Cologne. Nach dem Turnier klingt das Wochenende gemeinsam aus, bevor der Fokus wieder auf den Ligaalltag geht.
Am Ende steht vor allem eines im Mittelpunkt: ein Wochenende, das Spieler und Fans nicht so schnell vergessen werden.










