Solingen als Alternative zu Köln und Düsseldorf
Nordrhein-Westfalen – Während die Immobilienpreise in Köln und Düsseldorf für viele kaum noch erschwinglich sind, entwickelt sich Solingen zunehmend zur gefragten Alternative. Der aktuelle Grundstücksmarktbericht 2026 zeigt: Die Klingenstadt ist längst mehr als ein Geheimtipp und gewinnt im regionalen Wettbewerb deutlich an Bedeutung.
Deutlicher Umsatzsprung belebt den Markt
Nach einer Phase der Zurückhaltung kehrte 2025 spürbar Bewegung in den Markt zurück. Die Zahl der Kaufverträge stieg um rund 9,5 Prozent auf 1.196 Abschlüsse. Noch deutlicher fällt der Anstieg beim Geldumsatz aus: Mit etwa 423,5 Millionen Euro verzeichnete der Markt ein Plus von 26 Prozent.
Auffällig ist dabei, dass der Umsatz deutlich stärker wuchs als die Anzahl der Abschlüsse. Dies deutet auf größere Einzeltransaktionen hin. Vor allem der Gewerbesektor trug zur Dynamik bei: Hier verdoppelte sich der Umsatz nahezu auf 42,3 Millionen Euro. Das stärkt das Vertrauen in den Wirtschaftsstandort.
Zuzug aus der Rheinschiene nimmt zu
Der Druck aus den umliegenden Metropolen wirkt sich zunehmend auf den Solinger Markt aus. Rund 30 Prozent der Käufer kommen inzwischen von außerhalb. Ein Großteil davon stammt aus den teuren Regionen entlang der Rheinschiene, insbesondere aus Köln und Düsseldorf. Solingen profitiert damit direkt von der angespannten Lage in den Nachbarstädten.
Preise steigen wieder deutlich
Die Hoffnung auf sinkende Immobilienpreise hat sich nicht bestätigt. Der Wohnimmobilienpreisindex steigt weiter und erreicht einen Wert von 213,7 Punkten (Basisjahr 2005 = 100). Damit haben sich die Preise seit 2005 mehr als verdoppelt.
Der Markt zeigt sich insgesamt stabil und widerstandsfähig gegenüber wirtschaftlichen Unsicherheiten. Wohneigentum bleibt in Solingen eine verlässliche Anlageform.
Fachwerkhäuser als besondere Nische
Ein spezielles Segment bilden die traditionellen bergischen Fachwerkhäuser. Mit nur 26 Verkäufen im Jahr 2025 bleibt dieser Markt klein, bietet aber interessante Einstiegsmöglichkeiten. Im Vergleich zu Neubauten, die oft über 500.000 Euro kosten, sind diese Objekte häufig günstiger – setzen jedoch Investitionsbereitschaft für Sanierung und Denkmalschutz voraus.
Stabile Baulandpreise, weniger Neubau
Der durchschnittliche Preis für Wohnbauland liegt weiterhin bei etwa 370 Euro pro Quadratmeter. Gleichzeitig bleibt der Neubausektor verhalten. Viele Projekte wurden 2025 noch zurückgestellt, während Bestandsimmobilien – insbesondere Eigentumswohnungen – teils deutliche Preissteigerungen verzeichneten.
Fazit: Dynamischer Markt mit wachsender Bedeutung
Der Solinger Immobilienmarkt gewinnt weiter an Dynamik. Steigende Umsätze, wachsender Zuzug und stabile Preise machen die Stadt zu einem wichtigen Akteur in der Region. Der vollständige Grundstücksmarktbericht 2026 ist online abrufbar.










