Freizeit & SportFüchse Berlin dominieren DHB-Pokalfinale – Bergischer HC belohnt sich mit Silbermedaille

Füchse Berlin dominieren DHB-Pokalfinale – Bergischer HC belohnt sich mit Silbermedaille

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Köln – Der Traum vom ganz großen Coup blieb unerfüllt, doch die Reise selbst wird unvergessen bleiben: Der Bergischer HC hat beim Lidl Final4 2026 eindrucksvoll auf sich aufmerksam gemacht und sich am Ende mit der Silbermedaille belohnt. Im Finale des DHB-Pokals musste sich der Außenseiter jedoch den überragenden Füchse Berlin mit 33:42 (17:22) geschlagen geben.

Noch weniger als 24 Stunden zuvor hatten die „Löwen“ mit einem dramatischen 31:30-Sieg nach Siebenmeterwerfen gegen den SC Magdeburg für eine Sensation gesorgt. Doch gegen die Berliner Topmannschaft fehlte im Endspiel die letzte Kraft – und ein weiteres Handball-Wunder blieb aus.

Berliner Offensivpower entscheidet früh

Von Beginn an zeigten die Hauptstädter ihre Klasse. Immer wieder erspielten sie sich klare Torchancen und nutzten diese mit beeindruckender Effizienz. Vor allem die Rückraumstars Mathias Gidsel und Lasse Andersson waren vom BHC kaum zu stoppen.

Zwar stemmten sich die Bergischen mit großem Einsatz gegen die drohende Niederlage und blieben durch Treffer von Julian Fuchs, Fynn Hangstein, Sören Steinhaus und Noah Beyer bis kurz vor der Pause beim 16:17 dran. Doch eine schwache Schlussphase der ersten Halbzeit brachte die Vorentscheidung: Berlin zog auf 22:17 davon.

Kräfte schwinden nach Kraftakt

Nach dem intensiven Halbfinale gegen Magdeburg machte sich beim BHC zunehmend die Belastung bemerkbar. Zwar zeigte Torhüter Lukas Diedrich noch einige Paraden, doch defensiv fanden die Bergischen kein Mittel gegen das Berliner Angriffsspiel. Gleichzeitig nutzten die Füchse Ballverluste konsequent zu schnellen Gegenstößen.

Mit zunehmender Spielzeit wurde der Klassenunterschied deutlicher. Berlin dominierte das Geschehen und ließ keine Zweifel mehr am Ausgang der Partie aufkommen.

Stolz trotz Niederlage

Trotz der klaren Finalniederlage überwog beim BHC schon kurz nach Abpfiff der Stolz. Die junge Mannschaft hatte ein herausragendes Turnier gespielt und sich auf großer Bühne präsentiert.

Geschäftsführer Markus Pütz brachte es auf den Punkt: Die Silbermedaille bedeute dem Verein „sehr viel“. Auch wenn der Schmerz über die verpasste Titelchance zunächst groß sei, werde die Erfahrung dem Team wichtigen Rückenwind für den Bundesliga-Endspurt geben.

Auch Trainer und Verantwortliche der Berliner zeigten großen Respekt. Füchse-Coach Nicolej Krickau lobte den Gegner für ein „beeindruckendes Wochenende“ und sprach von einer „fantastischen Veranstaltung“.

Eine Reise, die bleibt

Der Weg ins Finale war für den Bergischen HC bereits historisch:
– ein episches 40:38 nach doppelter Verlängerung gegen die TSV Hannover-Burgdorf
– und der Sensationssieg gegen Magdeburg vor 20.000 Fans in der Kölner LANXESS arena

Auch wenn es am Ende nicht zum Titel reichte, hat der BHC bewiesen, dass er mit den Großen mithalten kann. Die Silbermedaille ist mehr als nur ein Trostpreis – sie ist ein starkes Signal für die Zukunft.

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