Freizeit & SportSchadstoffe bei Routinekontrolle gefunden: Freibad Heide bleibt vorerst geschlossen

Schadstoffe bei Routinekontrolle gefunden: Freibad Heide bleibt vorerst geschlossen

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PCB-Fund bremst Saisonstart

Solingen – Das Freibad Heide bleibt zum geplanten Start in die Freibadsaison zunächst geschlossen. Bei routinemäßigen Vorbereitungen auf die Eröffnung wurden in alten Lackschichten an den Wänden und am Boden der Schwimmbecken Schadstoffe entdeckt. Wie die Stadt Solingen mitteilt, handelt es sich um polychlorierte Biphenyle (PCB).

Belastete Altanstriche aus vergangenen Jahrzehnten

PCB wurden vor allem in den 1960er- und 1970er-Jahren häufig als Weichmacher in Farben und Lacken eingesetzt. Die Stoffe gelten als krebserregend und sind seit 1989 verboten. Nach Angaben der Stadt stammen die betroffenen unteren Lackschichten im Freibad Heide noch aus dieser Zeit. Im Verlauf der fast 100-jährigen Geschichte des Bades wurden bei Sanierungen immer wieder neue Farbschichten aufgetragen, sodass ältere Materialien weiterhin im Untergrund vorhanden sind.

Weitere Untersuchungen laufen

Um das Ausmaß der Belastung genau zu bewerten, hat die Stadt ein externes Gutachterbüro eingeschaltet. Zusätzliche Proben wurden bereits entnommen und werden derzeit analysiert. Im Fokus steht dabei insbesondere die Frage, ob PCB auch im Wasser nachweisbar sein könnten. Zwar gelten die Stoffe als nur schwer wasserlöslich, dennoch soll jedes mögliche Gesundheitsrisiko ausgeschlossen werden.

Gesundheit hat Vorrang

Bis die Ergebnisse der Untersuchungen vorliegen, bleibt das Freibad Heide geschlossen. Mit ersten Resultaten rechnet die Stadt in den kommenden Wochen. Erst danach soll über das weitere Vorgehen entschieden werden.

Fest steht: Eine Öffnung wird es erst geben, wenn ein sicherer Badebetrieb garantiert werden kann. Für Badegäste bedeutet das, dass sich der Saisonstart im beliebten Ohligser Freibad vorerst verzögert.

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