PolitikDelegation der Solinger Grünen besucht Ausstellungseröffnung in Krakau

Delegation der Solinger Grünen besucht Ausstellungseröffnung in Krakau

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Rückkehr eines fast vergessenen Künstlers

Krakau/Solingen – Eine Delegation der Partei Bündnis 90/Die Grünen aus Solingen hat an der Eröffnung der Ausstellung „Die Kunst des Erinnerns“ im polnischen Krakau teilgenommen. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Werke des polnischen Malers Marian Ruzamski, die zuvor bereits 2025 im Zentrum für verfolgte Künste präsentiert worden waren.

Die Ausstellung wurde im Palast der Kunst eröffnet und von Nordrhein-Westfalens Kulturministerin Ina Brandes vorgestellt. Für Krakau hat die Präsentation eine besondere Bedeutung: Rund 100 Jahre nach seiner letzten Ausstellung in seiner Heimatstadt kehren die Werke Ruzamskis dorthin zurück. Kuratiert wurde das Projekt von Jürgen Kaumkötter, Direktor des Solinger Zentrums für verfolgte Künste.

Bildungsreise mit historischem Schwerpunkt

Die Ausstellungseröffnung war Teil einer viertägigen Bildungsreise nach Krakau und zu den Gedenkstätten von Auschwitz-Birkenau. Organisiert wurde die Reise von der ehemaligen stellvertretenden NRW-Ministerpräsidentin Sylvia Löhrmann und Jürgen Kaumkötter.

Zum Programm gehörten Besuche im historischen jüdischen Viertel Kazimierz, im Museum für zeitgenössische Kunst MOCAK sowie auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Konzentrationslager Płaszów. Darüber hinaus besuchte die Gruppe das Stammlager Auschwitz I und das Vernichtungslager Auschwitz II-Birkenau.

Politische und historische Verantwortung im Fokus

Teil der Reise war eine Delegation von Bündnis 90/Die Grünen aus Solingen, darunter Sylvia Löhrmann, Reiner Daams, Dr. Ruth Fischer-Bieniek und Dietmar Gaida. Die Parteivertreter betonten im Anschluss die Bedeutung der deutsch-polnischen Erinnerungsarbeit und des gemeinsamen Gedenkens.

Besonders eindrücklich sei der Besuch der ehemaligen Konzentrationslager gewesen. Die Auseinandersetzung mit den nationalsozialistischen Verbrechen und deren systematischer Menschenvernichtung habe die historische Verantwortung für den Einsatz gegen Antisemitismus, Rassismus und andere Formen von Menschenfeindlichkeit erneut verdeutlicht.

Kunst als Teil der Erinnerungskultur

Marian Ruzamski, der im Konzentrationslager Auschwitz ermordet wurde, hinterließ mit seiner sogenannten „Auschwitz-Mappe“ ein bedeutendes künstlerisches Zeugnis der Lagerhaft. Die Ausstellung in Krakau soll dazu beitragen, sein Werk wieder stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.

Zugleich unterstreicht das internationale Ausstellungsprojekt die Zusammenarbeit zwischen deutschen und polnischen Institutionen und die Rolle des Solinger Zentrums für verfolgte Künste in der Erinnerungs- und Bildungsarbeit. Die Organisatoren sehen darin einen wichtigen Beitrag gegen Geschichtsvergessenheit und für den Erhalt des kulturellen Gedächtnisses.

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