RegionalesRaser-Urteil nach tödlichem Unfall in Remscheid: Lebenslange Haft für Burak A. (25)

Raser-Urteil nach tödlichem Unfall in Remscheid: Lebenslange Haft für Burak A. (25)

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Remscheid/Wuppertal – Mehr als ein Jahr nach dem tödlichen Verkehrsunfall in Remscheid ist das Urteil gefallen: Das Landgericht Wuppertal hat Burak A. (25) wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Darüber hinaus wurde er wegen versuchten Mordes und eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens schuldig gesprochen.

Bei dem Unfall kam die 19-jährige Hanna ums Leben. Ihre Freundin Noelle (17) überlebte schwer verletzt.

Ein Abend endet in einer Tragödie

Für Hanna und Noelle begann der Abend wie viele andere zuvor: Gemeinsam besuchten sie ein Feuerwehrfest in Remscheid und machten sich später zu Fuß auf den Heimweg. Doch auf dem Weg kam es zu dem folgenschweren Zusammenstoß.

Burak A. verlor mit seinem leistungsstarken 720-PS-Sportwagen die Kontrolle über das Fahrzeug. Das Auto geriet von der Fahrbahn ab und erfasste die beiden jungen Frauen auf dem Gehweg.

Hanna erlag noch in derselben Nacht ihren Verletzungen. Noelle überlebte den Aufprall, wurde jedoch schwer verletzt.

Gericht sieht vorsätzliches Handeln

Vor Gericht räumte Burak A. ein, am Steuer des Wagens gesessen zu haben. Den Vorwurf, den Tod anderer bewusst in Kauf genommen zu haben, wies er zurück. Seine Verteidigung argumentierte, es habe sich um einen Fahrfehler und eine Fehleinschätzung der Situation gehandelt.

Das Gericht bewertete die Umstände jedoch anders. Nach Überzeugung der Kammer nahm der Angeklagte die Gefahr tödlicher Folgen bewusst in Kauf, als er stark beschleunigte.

Frühere Fahrten spielen im Prozess eine Rolle

Im Verlauf des Verfahrens wurden auch frühere Fahrten des Angeklagten thematisiert. Nach Angaben der Anklage soll Burak A. bereits mehrfach mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit im Straßenverkehr unterwegs gewesen sein.

Zusätzlich war das Fahrzeug technisch verändert worden und verfügte über eine höhere Motorleistung als ursprünglich vorgesehen.

Alkoholisierung zum Unfallzeitpunkt

Nach den Feststellungen des Gerichts stand Burak A. zum Zeitpunkt des Unfalls unter Alkoholeinfluss. Sachverständige konnten technische Defekte am Fahrzeug ausschließen.

Damit stand für das Gericht fest, dass nicht ein technischer Fehler, sondern das Fahrverhalten des Angeklagten zur tödlichen Kollision führte.

Für die Angehörigen bleibt der Verlust

Mit dem Urteil ist das Strafverfahren abgeschlossen. Für die Familie von Hanna bedeutet das jedoch keinen Abschluss des Geschehens.

Der Verlust der 19-Jährigen bleibt bestehen. Auch Noelle wird die Ereignisse jener Nacht in Remscheid wohl ein Leben lang begleiten.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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