SolingenWie wirken Warnungen im Ernstfall? Feuerwehrmann aus Solingen sucht Teilnehmer für Online-Studie

Wie wirken Warnungen im Ernstfall? Feuerwehrmann aus Solingen sucht Teilnehmer für Online-Studie

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Solingen – Wenn es brennt, ein Unwetter droht oder gefährliche Rauchschwaden über Wohngebiete ziehen, müssen Informationen schnell ankommen. Doch was sorgt eigentlich dafür, dass Menschen Warnungen ernst nehmen? Genau dieser Frage widmet sich derzeit Jan Saam aus Solingen im Rahmen seiner Masterarbeit an der Universität Bonn.

Der Berufsfeuerwehrmann engagiert sich zusätzlich ehrenamtlich in der Freiwilligen Feuerwehr und studiert berufsbegleitend Katastrophenvorsorge und Katastrophenmanagement. In seiner aktuellen wissenschaftlichen Untersuchung beschäftigt er sich mit einem Thema, das im Alltag vieler Menschen zunehmend an Bedeutung gewinnt: der behördlichen Krisenkommunikation.

„Es reicht nicht aus, Warnungen einfach nur zu veröffentlichen“, erklärt Saam. „Entscheidend ist auch, wie sie wahrgenommen werden. Vertrauen Menschen der Nachricht? Fühlen sie sich angesprochen? Und handeln sie entsprechend?“

Wie reagieren Menschen auf Warnungen?

Die vergangenen Jahre haben gezeigt, wie wichtig verlässliche Informationen in Krisensituationen sind — etwa bei Hochwasser, Großbränden, Stromausfällen oder Gefahrstofflagen. Gleichzeitig hat sich die Art verändert, wie Behörden mit der Bevölkerung kommunizieren. Viele Warnungen erreichen Bürgerinnen und Bürger heute über soziale Medien, Apps oder Webseiten.

Doch welche Form der Kommunikation funktioniert besser?

Ist eine sachliche Warnung glaubwürdiger oder eher eine persönliche Ansprache? Wirkt ein klassischer Bildbeitrag stärker oder ein kurzes Video, in dem ein Feuerwehrmann direkt in die Kamera spricht?

Diesen Fragen geht Jan Saam in seiner Studie nach.

Fiktives Szenario — reale Erkenntnisse

Teilnehmende der Online-Umfrage erleben ein realistisch gestaltetes Szenario rund um einen Großbrand in einer Stadt. Anschließend sehen sie eine Warnmeldung einer fiktiven Feuerwehr — entweder als Bild-Post oder als kurze Video-Botschaft. Danach beantworten sie einige Fragen zur Wahrnehmung der Meldung.

Im Mittelpunkt stehen dabei Vertrauen, Glaubwürdigkeit und Risikoeinschätzung.

Die Teilnahme dauert etwa 15 Minuten, ist anonym und ohne Vorkenntnisse möglich.

Besonders wichtig ist dem Feuerwehrmann dabei die Sichtweise der allgemeinen Bevölkerung: „Gerade Menschen außerhalb von Feuerwehr oder Katastrophenschutz sind für die Untersuchung besonders interessant.“

Mitmachen ausdrücklich erwünscht

Für aussagekräftige Ergebnisse werden noch zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer gesucht. Wer die Forschung unterstützen und gleichzeitig einen Einblick in moderne Krisenkommunikation erhalten möchte, kann noch bis zum 7. Juni 2026 an der Umfrage teilnehmen.

Zur Teilnahme an der Studie bitte hier klicken: https://www.soscisurvey.de/wahrnehmung_krisenkommunikation.

Unter allen Teilnehmenden wird außerdem ein Amazon-Gutschein verlost.

Mit seiner Arbeit möchte Jan Saam dazu beitragen, Warnungen in Zukunft verständlicher, glaubwürdiger und wirksamer zu gestalten — damit wichtige Informationen im Ernstfall nicht nur gesehen, sondern auch ernst genommen werden.

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