PolitikJU Solingen fordert mehr Einsatz für studentisches Wohnen

JU Solingen fordert mehr Einsatz für studentisches Wohnen

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Solingen – Die Junge Union (JU) Solingen fordert eine stärkere Förderung studentischen Wohnens in der Klingenstadt. In einem aktuellen Forderungspapier macht die Nachwuchsorganisation der CDU deutlich, dass studentisches Leben künftig eine größere Rolle in der Stadtentwicklung spielen müsse. Ziel sei es, Solingen als attraktiven und bezahlbaren Wohnstandort für Studenten und Auszubildende zwischen den Hochschulstandorten Köln, Düsseldorf und Wuppertal zu etablieren.

„Große Chance für Solingen“

Nach Ansicht der JU bietet die Ansiedlung von Studenten erhebliche Chancen für Wirtschaft, Gastronomie und Stadtentwicklung. Gleichzeitig könne so verhindert werden, dass junge Fachkräfte die Region dauerhaft verlassen.

„Solingen steht vor großen Herausforderungen. Gleichzeitig leben bereits heute Studenten in unserer Stadt, ohne dass es dafür ein gezieltes Konzept gibt“, erklärt der Vorsitzende der Jungen Union Solingen, Fynn Ringwelski. Gerade darin liege jedoch eine große Chance: Wer Studenten nach Solingen hole, stärke nicht nur die lokale Wirtschaft, sondern schaffe auch Perspektiven dafür, dass junge Leistungsträger langfristig in der Stadt bleiben.

Ringwelski betont zudem, dass bei entsprechenden Konzepten auch Auszubildende berücksichtigt werden müssten. Studenten und Azubis dürften nicht gegeneinander ausgespielt werden.

Arbeitskreis und bezahlbarer Wohnraum gefordert

Konkret fordert die JU die Schaffung von mehr bezahlbarem Wohnraum sowie die Einrichtung eines städtischen Arbeitskreises mit klaren Zielsetzungen. Dieser könnte nach Vorstellung der Nachwuchsorganisation auch im Rahmen des Innenstadtstabs angesiedelt werden. Zudem solle die Beteiligung junger Menschen an der Entwicklung entsprechender Konzepte gestärkt werden.

Dabei setzt die Junge Union nicht ausschließlich auf Neubauten. Vielmehr solle geprüft werden, wie bestehende Immobilien und leerstehende Gebäude sinnvoll umgenutzt werden könnten.

Leerstehende Gebäude als Potenzial

Als Beispiele nennt die JU unter anderem die ehemalige Obdachlosenunterkunft an der Focherstraße sowie das alte Sparkassengebäude. Beide Standorte würden zeigen, welches Potenzial bereits heute in Solingen vorhanden sei.

„Wir müssen beim studentischen Wohnen pragmatisch denken und vorhandene Möglichkeiten endlich nutzen“, sagt JU-Vorstandsmitglied Julia Kalem. Durch die Umwandlung leerstehender oder untergenutzter Gebäude könne nicht nur Wohnraum geschaffen, sondern auch die Innenstadt belebt werden.

Wichtig sei dabei eine ausgewogene Mischung unterschiedlicher Wohnformen. Neben studentischem Wohnen brauche es weiterhin Familienwohnungen und andere Wohnangebote, um lebendige Quartiere ohne einseitige Entwicklungen zu schaffen.

JU will Prozess aktiv begleiten

Aus Sicht der Jungen Union sei jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen, die Entwicklung aktiv zu gestalten. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Daniel Flemm wolle man frühzeitig die Weichen für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Stadtentwicklung stellen.

Die JU kündigte an, den weiteren Prozess aktiv begleiten und gemeinsam mit Politik, Verwaltung und weiteren Akteuren konkrete Lösungen erarbeiten zu wollen.

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