RegionalesKräfte bündeln für den aktiven Hochwasserschutz: Regionalpakt Wupper auf den Weg gebracht

Kräfte bündeln für den aktiven Hochwasserschutz: Regionalpakt Wupper auf den Weg gebracht

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Bergisches Land – Die Herausforderungen durch den Klimawandel werden immer deutlicher spürbar: Dürreperioden, Starkregen und Hochwasserereignisse nehmen zu und stellen Städte, Gemeinden und Bürger vor große Aufgaben. Um den Hochwasserschutz im Wuppergebiet zukunftsfähig zu gestalten, haben das Land Nordrhein-Westfalen und der Wupperverband nun den Startschuss für den Regionalpakt Hochwasserschutz Wupper gegeben.

Bei einem Auftaktworkshop am 28. Mai in Wuppertal kamen rund 50 Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen, Kreisen, Behörden, Unternehmen, der Landwirtschaft sowie Umweltorganisationen zusammen. Ziel des neuen Bündnisses ist es, Maßnahmen zur Hochwasservorsorge besser aufeinander abzustimmen, Kräfte zu bündeln und Planungs- sowie Genehmigungsverfahren zu beschleunigen.

Hochwasserschutz kennt keine Gemeindegrenzen

Das rund 813 Quadratkilometer große Einzugsgebiet der Wupper soll durch den Regionalpakt widerstandsfähiger gegenüber extremen Wetterereignissen werden. Grundlage bildet dabei das bereits seit Jahrzehnten etablierte ganzheitliche Flussgebietsmanagement des Wupperverbandes. Gleichzeitig knüpft der Regionalpakt an den im Februar 2026 unterzeichneten Landespakt Hochwasserschutz NRW an, der den Rahmen für regionale Vereinbarungen in den einzelnen Flussgebieten vorgibt.

Foto: Wuppertal Institut

Dabei setzt das Land auf eine Kombination aus klassischen Schutzmaßnahmen wie Deichen und Rückhaltebecken sowie naturnahen Lösungen. So sollen Flüssen im Sinne eines „grünen Hochwasserschutzes“ wieder mehr natürliche Überschwemmungsflächen zur Verfügung gestellt werden. Kommunen und Wasserverbände sollen hierfür finanzielle Unterstützung erhalten.

Bestehende Projekte als Fundament

Eine wichtige Grundlage für den Regionalpakt bildet das „Zukunftsprogramm Hochwasserschutz“ des Wupperverbandes. Dieses umfasst rund 200 Projekte, die bereits gemeinsam mit den Kommunen geplant oder umgesetzt werden. Der neue Pakt soll diese Aktivitäten bündeln und gezielt weiterentwickeln.

Zu den zentralen Handlungsfeldern gehören die Zusammenarbeit über kommunale Grenzen hinweg, die risikobasierte Priorisierung von Maßnahmen, die Beschleunigung von Planungsprozessen, die Sicherung geeigneter Flächen für Schutzmaßnahmen sowie die Stärkung der Eigenvorsorge der Bevölkerung. Auch eine digitale Plattform für Planung, Monitoring und Fördermöglichkeiten ist vorgesehen.

Breite Unterstützung aus der Region

Wupperverbandsvorstand Ingo Noppen betonte die Bedeutung des gemeinsamen Handelns: Der Regionalpakt solle eine nachhaltige und partnerschaftliche Kooperation schaffen, in der alle Beteiligten ihre Stärken und ihr Wissen einbringen können.

Auch Wuppertals Oberbürgermeisterin Miriam Scherff unterstrich die Dringlichkeit des Vorhabens. Die Erfahrungen aus dem Starkregenereignis 2018, der Flutkatastrophe 2021 sowie den zunehmenden Hitze- und Dürreperioden hätten gezeigt, wie wichtig eine umfassende Anpassung an die Folgen des Klimawandels sei. Der Regionalpakt könne dazu beitragen, die Zusammenarbeit über Stadtgrenzen hinweg weiter zu stärken und bestehende Projekte wirkungsvoll zu vernetzen.

Unterzeichnung für 2027 geplant

Die im Workshop eingebrachten Ideen und Vorschläge sollen in den kommenden Monaten weiter ausgearbeitet werden. Der Regionalpakt Wupper wird anschließend gemeinsam verabschiedet. Nach aktuellem Zeitplan ist die Unterzeichnung im ersten Quartal 2027 vorgesehen. Damit könnte ein wichtiger Meilenstein für einen modernen, regional abgestimmten Hochwasserschutz im Wuppergebiet erreicht werden.

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