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Schleichende Schließung des Heidebads? BfS erhebt schwere Vorwürfe gegen die Stadtverwaltung und Teile der Lokalpolitik

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Bürgergemeinschaft warnt vor „ultimativem Versuch“, das Freibad dauerhaft dichtzumachen – Forderung nach sofortiger Transparenz

Solingen – Die anhaltende Schließung des Heidebads sorgt erneut für politischen Streit in Solingen. Die Bürgergemeinschaft für Solingen e.V. (BfS) wirft der Verwaltung und Teilen der Kommunalpolitik mangelnde Transparenz vor und befürchtet offenbar sogar eine dauerhafte Schließung des traditionsreichen Freibads.

Hintergrund sind die bislang nicht veröffentlichten Ergebnisse der Schadstoffuntersuchungen. Weder die Politik noch die Öffentlichkeit hätten bislang nachvollziehbare Informationen über die Untersuchungsergebnisse erhalten. Für die BfS ist damit ein Punkt erreicht, an dem die Geduld vieler Bürgerinnen und Bürger erschöpft sei.

„Völlig inakzeptabel“

Besonders deutlich äußert sich der sportpolitische Sprecher der BfS, Raphael Bender: „Es ist völlig inakzeptabel, dass das Heidebad seit Monaten geschlossen ist, ohne dass Politik und Öffentlichkeit endlich Klarheit über die Ergebnisse der Schadstoffuntersuchungen erhalten. Wir haben den Eindruck, dass hier auf Zeit gespielt wird – und dass dies der ultimative Versuch sein könnte, das Heidebad dauerhaft zu schließen. Das lassen wir nicht zu.“

Die BfS erinnert in diesem Zusammenhang an die Geschichte des Freibads. Bereits 1996 sei das Heidebad durch ein Bürgerbegehren vor der Schließung bewahrt worden. Damals habe die Solinger Bevölkerung deutlich gemacht, welchen Stellenwert die Einrichtung für die Stadt besitzt.

Mehr als nur ein Freibad

Nach Auffassung der Bürgergemeinschaft erfüllt das Heidebad weit mehr als eine reine Freizeitfunktion. Gerade für Familien mit begrenzten finanziellen Möglichkeiten sei die Einrichtung von großer Bedeutung.

Bender erklärt dazu weiter: „Das Heidebad ist weit mehr als nur ein Freibad. Es ist eine wichtige Sport- und Freizeiteinrichtung, ein Ort für Schwimmen, Bewegung und Begegnung. Vor allem erfüllt es eine zentrale Sozialfunktion: Viele Kinder und Familien können nicht in den Urlaub fahren und sind deshalb besonders auf wohnortnahe, bezahlbare Freizeitangebote angewiesen. Für diese Menschen ist das Heidebad ein unverzichtbarer Ankerpunkt im Sommer.“

Scharfe Warnung an Politik und Verwaltung

Mit ungewöhnlich deutlichen Worten richtet sich die BfS an Verantwortliche in Verwaltung und Politik. Die Bürgergemeinschaft warnt vor Entscheidungen, die nach ihrer Auffassung auf eine dauerhafte Schließung des Freibads hinauslaufen könnten.

„Wir warnen alle politisch motivierten Kommunalpolitiker und Verwaltungsmitarbeiter eindringlich davor, Hand an dieses Freibad zu legen“, so Bender. „Wer jetzt auf eine schleichende Schließung des Heidebads hinarbeitet, stellt sich gegen die Interessen der Bürgerinnen und Bürger in Ohligs und ganz Solingen. Wir erwarten ein klares Bekenntnis zum Erhalt des Heidebads – und zwar nicht irgendwann, sondern jetzt.“

BfS fordert Offenlegung der Untersuchungsergebnisse

Konkret verlangt die Bürgergemeinschaft von der Stadtverwaltung drei Maßnahmen:

  • die vollständige und transparente Offenlegung der Ergebnisse der Schadstoffuntersuchungen,
  • die Vorlage eines nachvollziehbaren Sanierungs- und Wiedereröffnungskonzepts,
  • die Benennung eines realistischen Zeitplans für die Wiedereröffnung des Heidebads.

Die Forderung nach Transparenz verbindet die BfS mit einer deutlichen politischen Ankündigung.

„Die Menschen in Solingen haben ein Recht auf Transparenz und auf verlässliche Entscheidungen“, betont Bender. „Wenn das Heidebad erneut zur Disposition gestellt wird, ist mit massivem Widerstand aus der Bürgerschaft zu rechnen. Die BfS wird diesen Widerstand politisch organisieren und mit Nachdruck in die städtischen Gremien tragen.“

Streit um die Zukunft des Heidebads dürfte weitergehen

Mit ihren Vorwürfen erhöht die BfS den Druck auf die Stadtverwaltung erheblich. Solange die Ergebnisse der Schadstoffuntersuchungen nicht veröffentlicht werden und keine Perspektive für eine Wiedereröffnung vorliegt, dürfte die Diskussion um die Zukunft des Heidebads weiter an Schärfe gewinnen. Für viele Bürgerinnen und Bürger in Ohligs ist das Freibad längst zu einem Symbol für Transparenz, Bürgerwillen und kommunalpolitische Glaubwürdigkeit geworden.

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