von Kay Ganahl – Im Skulpturenpark SinnesWald in Leichlingen hat letzte Woche erneut ein Literarischer Spaziergang stattgefunden. Veranstaltet wurde das Format vom Freien Deutschen Autorenverband NRW e.V., dem Freundeskreis Düsseldorfer Buch ’75 e. V. sowie der Solinger Autorenrunde und Freunde. Gastgeber waren wie im Vorjahr Wicze Braun und Wolfgang Brudes, die den SinnesWald seit vielen Jahren betreiben.
Bereits gegen 14.00 Uhr traf der Solinger Sänger, Instrumentalist und Kulturorganisator Gholamreza Amani am Veranstaltungsort ein. Der SinnesWald verbindet Kunst, Landschaft und Industriekultur. Zur Anlage gehören die alte Spinnerei, der Murbach, ein Teich mit Rundweg sowie bewaldete Höhen. Überall befinden sich künstlerische Skulpturen.
Kurz nach 15.00 Uhr begann der Spaziergang auf dem sogenannten Wiesen-Schauplatz. Weil der große Steinbruch aus Sicherheitsgründen gesperrt war, versammelten sich Mitwirkende und Publikum an der Feuerstelle zwischen den Skulpturen. Im weiteren Verlauf standen literarische Beiträge von Autorinnen und Autoren aus Nordrhein-Westfalen im Mittelpunkt, die sich mit dem Thema Humanität auseinandersetzten.
Nach einer Begrüßung und philosophischen Impulsen zur Humanität von Kay Ganahl, der den Literarischen Spaziergang organisierte, las die Solinger Kulturjournalistin und Autorin Martina Hörle ihre Texte vor. Ergänzt wurde dies durch einen von Gholamreza Amani ins Deutsche übertragenen Liedtext über Völkerverständigung und Humanität.
Anschließend wechselte die Gruppe zum Eingang des Wald-Schauplatzes. Dort standen weitere Gedanken Ganahls zum Verhältnis von Humanismus und Humanität im Mittelpunkt. Der Schwerpunkt lag auf der inhaltlichen Vermittlung.
Bei gutem Wetter führte der Weg weiter zum Teich. Dort las die Solinger Gastautorin Astrid Baudach einen eigenen Text. Die Düsseldorfer Autorin und Kulturorganisatorin Petra Lötschert konnte wegen Problemen im öffentlichen Nahverkehr nicht teilnehmen.
Die Gruppe zog weiter zum Kleinen Steinbruch. Dort gestalteten Nini Schlicht von der Solinger Autorenrunde und Freunde sowie Armin Tofahrn eine Doppel-Lesung vor dem Banner mit dem Schriftzug „Humanität“. Einen weiteren musikalischen Akzent setzte Gholamreza Amani, der die Entstehung seines Liedtextes erläuterte und seinen Gesang auf der Rahmentrommel begleitete.
Später führte der Spaziergang die Gruppe von rund 25 Gästen und Mitwirkenden zur Spinnerei und auf eine benachbarte Wiesenfläche mit Skulpturen. Dort las die Mettmanner Künstlerin und Autorin Maria Stalder Prosa zum Thema Humanität aus ihrem 2026 erschienenen Buch „Kaleidoskop des Alltäglichen“.
Den Abschluss bildete ein gemeinsamer Ausklang im Aufenthaltsraum der Spinnerei, für den die Betreiberin des SinnesWaldes, Wicze Braun, ein Catering organisiert hatte.











