„Die Menschen erwarten sichtbare Zeichen der Veränderung“
Solingen – Die Neugestaltung der Solinger Innenstadt bleibt eine der größten kommunalpolitischen Herausforderungen der kommenden Jahre. Nach dem Beschluss der Bezirksvertretung Mitte zur Umgestaltung des Fronhofs sieht Bezirksbürgermeister Dirk Errestink (CDU) nun erste positive Signale für einen Aufbruch in der City.
Er begrüßt insbesondere, dass sich eine breite Mehrheit aus der politischen Mitte der Bezirksvertretung hinter das Vorhaben gestellt hat. Für Errestink ist dies ein wichtiges Zeichen an die Bürgerinnen und Bürger, dass nach Jahren des Stillstands wieder Bewegung in die Entwicklung der Innenstadt kommt.
Kritik an verlorenen Jahren
„Auch unabhängige Beobachter und Kommentatoren sind der Ansicht, dass sich seit 2019 in unserer Innenstadt wenig getan hat“, erklärt Errestink. Rückblickend spricht er von „weitestgehend verlorenen Jahren“. Entscheidend sei nun jedoch, den Blick nach vorne zu richten.
Statt den Stillstand zu beklagen, gelte es jetzt, die noch bestehenden Möglichkeiten konsequent zu nutzen. Dass sich Vertreter von CDU, SPD, SG Zukunft, Grünen und BfS für konkrete Schritte entschieden hätten, wertet der Bezirksbürgermeister als positives Signal. „Es tut sich etwas, auch wenn es zunächst nur erste kleine Schritte der Veränderung sind“, so Errestink.
Fördermittel setzen Zeitrahmen
Nach Angaben des Bezirksbürgermeisters musste die Entscheidung zum Fronhof jetzt getroffen werden, weil die letzten Förderanträge aus dem Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) für die Solinger Innenstadt bis zum Herbst eingereicht werden müssen.
„Es wäre unverantwortlich gewesen, wenn wir die Fördergelder nicht nutzen würden“, betont Errestink. Zugleich weist er Kritik zurück, der Umbau werde unabhängig von einer Gesamtstrategie vorangetrieben. Der erste Bagger werde erst dann rollen, wenn ein umfassendes Konzept für die Innenstadt vorliege. Die Maßnahme am Fronhof sei daher kein isoliertes Projekt, sondern Teil einer übergeordneten Planung.
Schritt für Schritt zur neuen Innenstadt
Für die Ausarbeitung dieser Gesamtstrategie müsse der Verwaltung nun ausreichend Zeit eingeräumt werden. Ein schneller Befreiungsschlag sei nicht möglich, macht Errestink deutlich. „Der Zauberspruch ‚Aberkadabra‘ reicht leider nicht aus, um alle Versäumnisse der letzten Jahre vergessen zu machen“, sagt er.
Stattdessen plädiert der CDU-Politiker für einen pragmatischen Ansatz. Der Grundsatzbeschluss zum Fronhof sei ein notwendiger erster Schritt gewesen. Zudem begrüßt er einen ergänzenden Antrag aus der Bezirksvertretung, der konkrete Vorgaben zu Pflege, Veranstaltungsfähigkeit, Sicherheit, Grünplanung und technischer Ausstattung enthält.
Lob für das Engagement der Bürgerschaft
Dank richtet Errestink auch an die Initiative Mitteschmiede und deren Vertreter Guido Eusani, die sich immer wieder aktiv in die Diskussion um die Zukunft der Innenstadt einbringen.
„Auch wenn nicht immer alle einer Meinung sind, brennen doch viele Menschen für den nötigen Umbau unserer Innenstadt“, sagt der Bezirksbürgermeister. Gerade dieses Engagement aus Politik, Verwaltung und Bürgerschaft mache Hoffnung, dass die Entwicklung der Solinger City künftig wieder an Fahrt gewinnt.











