Solingen. Ein Chemikalienunfall in der Apotheke des Solinger Klinikums hat am Montagvormittag einen größeren Einsatz der Feuerwehr ausgelöst. Verletzt wurde niemand. Nach Angaben der Feuerwehr bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für Patienten, Mitarbeiter oder die Umgebung.
Mehrere Gefahrstoffbehälter beschädigt
Der Alarm ging gegen 10.00 Uhr bei der Feuerwehr ein. In der Apotheke des Klinikums waren aus bislang ungeklärter Ursache mehrere Chemikaliengebinde zu Boden gefallen und beschädigt worden. Unter den betroffenen Behältern befanden sich unter anderem Schwefelsäure und Salpetersäure. Zudem zerbrach eine Flasche mit rund 200 Millilitern Wasserstoffperoxid, wodurch die Flüssigkeit austrat.
Aufgrund der beteiligten Gefahrstoffe rückte die Feuerwehr mit einem erweiterten Einsatzaufgebot an.
Einsatz unter besonderen Schutzmaßnahmen
Die Einsatzkräfte nahmen die ausgelaufenen Chemikalien unter speziellen Schutzmaßnahmen auf. Dabei kamen geeignete Schutzanzüge und besondere Ausrüstung zum Einsatz. Die Flüssigkeiten wurden mit speziellem Chemikalienbinder aufgenommen, anschließend gesichert und fachgerecht verpackt.
Zur Unterstützung wurde der Umweltschutzzug der Feuerwehr angefordert. Dieser brachte unter anderem einen ABC-Erkunder zur Messung möglicher Gefahren sowie ein Spezialfahrzeug für Dekontaminationsmaßnahmen mit zum Einsatzort.
Dekontamination nach Abschluss der Arbeiten
Nach Abschluss der Sicherungsarbeiten wurde der eingesetzte Trupp vorsorglich direkt vor Ort dekontaminiert. Insgesamt waren 22 Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Umweltschutzzuges an dem Einsatz beteiligt.
Nach rund einer Stunde konnten die Maßnahmen beendet werden. Die Feuerwehr reinigte den betroffenen Bereich und führte abschließende Kontrollen durch.
Ursache wird untersucht
Warum die Chemikaliengebinde umstürzten und beschädigt wurden, ist derzeit noch unklar. Die weiteren Schritte zur Schadensregulierung sowie die Ursachenklärung liegen nun bei den zuständigen Stellen.
Nach Angaben der Feuerwehr bestand während des gesamten Einsatzes keine Gefahr für Patienten, Beschäftigte des Klinikums oder die Bevölkerung.











