Solingen – Wer am Mittwochabend im Bereich Schlagbaum und Kuller Straße unterwegs war, musste viel Geduld mitbringen. Ein stark zur Seite geneigter Sattelzug hat dort einen umfangreichen Einsatz von Polizei und Technischem Hilfswerk (THW) ausgelöst und bis in die Abendstunden für erhebliche Verkehrsbehinderungen gesorgt.
Verdächtige Schieflage fällt Verkehrsteilnehmer auf
Auf den ungewöhnlichen Lastwagen wurde die Polizei durch den Hinweis eines Bürgers aufmerksam. Dieser hatte bemerkt, dass das Fahrzeug während der Fahrt deutlich nach links geneigt war. Beamte konnten den Sattelzug wenig später auf der Kuller Straße anhalten und kontrollieren.
Bei der Überprüfung zeigte sich schnell, dass die Ursache vermutlich im Laderaum zu finden war. Nach bisherigen Erkenntnissen hatte sich die Fracht während der Fahrt verschoben. Die Folge: Der Auflieger geriet in Schieflage und wurde sichtbar verformt.
Schwere Ladung bringt Auflieger aus dem Gleichgewicht
Geladen hatte der Lastwagen nach Polizeiangaben rund 20 Tonnen Powerbanks, die an einen Empfänger in Solingen geliefert werden sollten. Durch die Gewichtsverlagerung wurden Teile des Aufbaus in Mitleidenschaft gezogen. Einsatzkräfte stellten Verformungen am Dachbereich sowie an der Plane des Aufliegers fest.
Da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass das Fahrzeug weiter kippt oder sogar umstürzt, entschieden sich die Verantwortlichen für umfangreiche Sicherungsmaßnahmen.
THW verhindert mögliches Umkippen
Zur Unterstützung wurde das THW Solingen angefordert. Die Helfer stabilisierten den Lastwagen zunächst, um eine weitere Neigung zu verhindern. Anschließend begann eine aufwendige Umladeaktion.
Ein Teil der transportierten Ware wurde aus dem Auflieger entfernt, um die Belastung zu verringern. Mit der Entlastung sollte geprüft werden, ob sich die Konstruktion des Fahrzeugs wieder in eine sichere Position bringen lässt oder zusätzliche technische Maßnahmen erforderlich sind.
Spezialisten untersuchen den Vorfall
Parallel dazu übernahmen Fachkräfte der Polizei mit Schwerpunkt Schwerlast- und Güterverkehr die Untersuchung des Fahrzeugs. Sie dokumentierten den Zustand des Lastwagens und überprüften die Auswirkungen der verrutschten Ladung.
Ob das Fahrzeug seine Fahrt nach Abschluss aller Maßnahmen fortsetzen kann, hängt von den Ergebnissen dieser Kontrollen ab. Erst danach wird entschieden, ob der Auflieger weiterhin verkehrssicher ist.
Umleitungen und lange Staus
Die Sicherungsarbeiten wirkten sich deutlich auf den Verkehr rund um den Schlagbaum aus. Stadteinwärts wurde der Verkehr zeitweise umgeleitet. Gleichzeitig richteten die Einsatzkräfte auf der Gegenfahrbahn eine Verkehrsführung ein, die in beiden Richtungen jeweils eine Fahrspur zur Verfügung stellte.
Trotz dieser Maßnahmen kam es insbesondere während des Feierabendverkehrs zu längeren Verzögerungen. Viele Autofahrer mussten zusätzliche Fahrzeit einplanen.
Einsatz dauert bis in den Abend
Während die Untersuchungen und Umladearbeiten andauerten, blieb die Lage für die Einsatzkräfte anspruchsvoll. Der Vorfall zeigte einmal mehr, welche Folgen bereits eine verschobene Ladung bei schweren Nutzfahrzeugen haben kann. Für zahlreiche Verkehrsteilnehmer in Solingen blieb der ungewöhnliche Einsatz vor allem als Ursache eines langen und nervenaufreibenden Staus in Erinnerung.











