PolitikGRÜNE wollen Bahnverkehr stärken – Direkte Verbindung ins Ruhrgebiet im Fokus

GRÜNE wollen Bahnverkehr stärken – Direkte Verbindung ins Ruhrgebiet im Fokus

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Bergisches Land – Die Grünen Ratsfraktionen aus dem Bergischen Städtedreieck und Hilden machen sich gemeinsam für einen leistungsfähigeren öffentlichen Nahverkehr stark. In einem Schreiben an NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer und den Vorstandsvorsitzenden des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR), Oliver Wittke, haben sie konkrete Vorschläge zur Verbesserung des Bahn- und Busverkehrs sowie der Verbindungen zwischen dem Bergischen Land und den Metropolregionen Rhein und Ruhr unterbreitet.

Im Mittelpunkt stehen dabei eine neue Direktverbindung von Solingen ins Ruhrgebiet, eine bessere Koordinierung von Baustellen, die Modernisierung der Schieneninfrastruktur sowie die Elektrifizierung der S7.

Bahn soll wieder zuverlässiger werden

Nach Auffassung der Grünen befindet sich die Bahn derzeit in einer umfassenden Modernisierungsphase. Die Fahrgäste müssten dabei jedoch erhebliche Einschränkungen in Kauf nehmen.

„Die Bahn steckt mitten in einer Herkulesaufgabe und die Menschen unserer Region ertragen die aktuellen Einschränkungen mit bewundernswerter Gelassenheit“, erklärt der Solinger Fraktionsvorsitzende Leon Kröck.

Mit dem Ende der Sperrungen auf den Linien RE7 und RB48 sei die Situation zwar zunächst entschärft, allerdings stünden bereits weitere umfangreiche Baumaßnahmen bevor, unter anderem auf der S1.

„Wir verfolgen das klare Ziel, dass die Bahn mittelfristig zuverlässiger, sicherer und vor allem attraktiver sein wird als je zuvor. Dafür bedarf es aber einiger, dringender Veränderungen, auf die wir nun mit unserem Schreiben aufmerksam machen.“

Direktverbindung ins Ruhrgebiet gefordert

Ein zentrales Anliegen der Grünen ist die bereits geplante veränderte Streckenführung des RE2. Dadurch sollen Solingen und der Wuppertaler Hauptbahnhof künftig direkt mit dem östlichen Ruhrgebiet verbunden werden.

Nach Auffassung der Solinger Grünen sollte diese Verbindung möglichst zeitnah umgesetzt werden. Gerade mit Blick auf die Bundesgartenschau 2031 würde eine direkte Anbindung sowohl den Menschen in der Region als auch Besuchern aus ganz Nordrhein-Westfalen zugutekommen.

Baustellen besser koordinieren

Darüber hinaus fordern die Grünen eine stärkere Modernisierung der Stellwerkstechnik sowie eine bessere Abstimmung sämtlicher Bauvorhaben auf der Schiene. Ziel sei es, zukünftige Sperrungen – insbesondere zwischen Solingen und Düsseldorf – mit möglichst geringen Einschränkungen für die Fahrgäste umzusetzen.

Dazu gehöre nach Ansicht der Fraktionen ein leistungsfähiges Ersatzverkehrskonzept. Außerdem sprechen sie sich für den Bau eines zusätzlichen Weichentrapezes im Bereich Düsseldorf Eller-Mitte aus, das noch vor Beginn der großen RRX-Baustelle realisiert werden sollte.

Elektrifizierung der S7 bleibt Ziel

Auch die Elektrifizierung der S7 und eine durchgehende Verbindung bis Düsseldorf stehen weiterhin auf der Wunschliste der Grünen. Nach ihrer Auffassung würde dies die Attraktivität der Strecke deutlich steigern, moderne Fahrzeuge ermöglichen und sowohl Pendlern als auch Touristen sowie Anwohnern zugutekommen.

Bahn als wichtigste Alternative zum Auto

Abschließend betonen die Grünen, dass ein attraktiver, sicherer und zuverlässiger Schienenverkehr die wichtigste Alternative zum Auto sei. Die Erfahrungen und Bedürfnisse der Kommunen – etwa die Bedeutung des Bahnhofs Hilden oder die Nachfrage nach interkommunalen Busverbindungen – sollten deshalb stärker in die weiteren Planungen des Landes und des VRR einfließen. Mit ihrem gemeinsamen Schreiben wollen die Ratsfraktionen hierzu nach eigenen Angaben konkrete Impulse geben.

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