Solingen. Bei einem schweren Verkehrsunfall an der Kreuzung Weyersberger Straße/Kotter Straße sind am Samstagabend vier Menschen verletzt worden. Zwei Insassen eines Unfallwagens mussten von der Feuerwehr mit hydraulischem Rettungsgerät aus ihrem Fahrzeug befreit werden. Während die Einsatzkräfte um die Verletzten kämpften, wurden die Rettungsarbeiten nach Angaben der Feuerwehr von rund 50 Schaulustigen erheblich behindert.
Zwei Personen mussten aus Fahrzeug befreit werden
Gegen 22.00 Uhr wurde die Feuerwehr Solingen zu dem Verkehrsunfall mit zwei beteiligten Pkw alarmiert. In einem der Fahrzeuge befanden sich drei Personen. Zwei von ihnen waren nach dem Zusammenstoß im Fahrzeug eingeklemmt und konnten sich nicht selbst befreien.
Mit hydraulischem Rettungsgerät verschafften sich die Einsatzkräfte Zugang zum Wagen und retteten die beiden Verletzten aus dem Fahrzeug.
Vier Verletzte in Krankenhäuser gebracht
Insgesamt wurden bei dem Unfall vier Menschen verletzt. Zwei Patienten wurden zur weiteren Behandlung ins Klinikum Solingen gebracht. Zwei weitere Verletzte transportierten Rettungswagen in Krankenhäuser nach Wuppertal.
Da der Rettungsdienst der Stadt Solingen zum Unfallzeitpunkt bereits stark ausgelastet war, mussten zusätzliche Rettungsmittel aus Remscheid, Hilden und Wuppertal zur Unterstützung alarmiert werden.
Feuerwehr mit großem Aufgebot im Einsatz
Vor Ort waren Kräfte der Feuerwachen 1 und 3 mit zwei Hilfeleistungslöschfahrzeugen, einem Rüstwagen sowie einem Einsatzleitwagen im Einsatz. Zur Sicherstellung des Grundschutzes im Stadtgebiet wurde die Feuerwache 1 währenddessen durch die Löscheinheit 15 der Freiwilligen Feuerwehr nachbesetzt.
Feuerwehr kritisiert Verhalten der Schaulustigen
Besonders kritisch bewertet die Feuerwehr das Verhalten zahlreicher Schaulustiger an der Einsatzstelle. Nach Angaben der Einsatzkräfte hielten sich während der Rettungsarbeiten rund 50 Personen im Bereich des Unfalls auf und behinderten dadurch den Einsatz.
Gerade bei Verkehrsunfällen, bei denen Menschen verletzt oder eingeklemmt sind, zählt jede Minute. Behinderungen durch Schaulustige erschweren nicht nur die Arbeit der Rettungskräfte, sondern können im schlimmsten Fall lebensrettende Maßnahmen verzögern.
Zur Ursache des Unfalls sowie zur Höhe des entstandenen Sachschadens lagen zunächst keine weiteren Informationen vor.











