Solingen – Die fortschreitende Digitalisierung an den Solinger Schulen bringt nicht nur neue Möglichkeiten für den Unterricht, sondern stellt auch die technische Infrastruktur vor immer größere Herausforderungen. Mit einer Anfrage für die nächste Sitzung des Ausschusses für Schule und Weiterbildung am 15. September möchte die CDU-Fraktion nun klären lassen, ob die Schulen überhaupt ausreichend auf die Anforderungen moderner Unterrichtsformen vorbereitet sind.
Im Mittelpunkt der Anfrage steht die Frage, ob die vorhandene elektrische Infrastruktur – von der Zahl der Steckdosen bis hin zur Netzkapazität – ausreicht, um Tablets, Laptops, digitale Tafeln und weitere technische Geräte zuverlässig betreiben zu können.
CDU fordert umfassende Bestandsaufnahme
Die Christdemokraten möchten von der Stadtverwaltung unter anderem wissen, wie der aktuelle Zustand der elektrischen Infrastruktur an den Solinger Schulen bewertet wird. Außerdem interessiert die Fraktion, ob Schulleitungen, Lehrkräfte oder Eltern bereits Probleme gemeldet haben, die den digitalen Unterricht einschränken.
Sollten Defizite bestehen, fordert die CDU Auskunft darüber, welche finanziellen Mittel und welcher zeitliche Aufwand erforderlich wären, um sämtliche Schulen auf einen zeitgemäßen technischen Standard zu bringen.
Darüber hinaus erkundigt sich die Fraktion nach möglichen Förderprogrammen. Insbesondere soll geprüft werden, welche Unterstützung beispielsweise über den „NRW-Plan für gute Infrastruktur“ möglich ist.
Prioritäten für eine Digitalstrategie
Ein weiterer Schwerpunkt der Anfrage betrifft die Entwicklung einer städtischen Gesamtstrategie. Die CDU möchte erfahren, nach welchen Kriterien Investitionen priorisiert werden könnten und welche Schulen derzeit bereits gut digital ausgestattet sind beziehungsweise wo der größte Nachholbedarf besteht.
Außerdem soll die Verwaltung offenlegen, wie viele städtische digitale Endgeräte den einzelnen Schulen aktuell zur Verfügung stehen.
Digitalisierung braucht mehr als Tablets
In ihrer Begründung weist die CDU darauf hin, dass sich die schulpolitische Diskussion häufig auf große Bauprojekte konzentriere. Gleichzeitig hätten sich jedoch die Anforderungen an bestehende Schulgebäude durch die Digitalisierung grundlegend verändert.
Der Fraktion sei bewusst, dass die Beantwortung der Anfrage einen erheblichen Arbeitsaufwand für die Verwaltung bedeute und angesichts der schwierigen Haushaltslage weitere finanzielle Diskussionen auslösen könne. Dennoch bestehe aus ihrer Sicht konkreter Handlungsbedarf.
Die CDU macht deutlich, dass eine funktionierende elektrische Infrastruktur und ein erfolgreicher digitaler Unterricht untrennbar miteinander verbunden seien. Ziel müsse es sein, einen reibungslosen Unterricht unabhängig von der jeweiligen Unterrichtsform sicherzustellen.
Langfristig spricht sich die Fraktion für eine verlässliche, zeitgemäße und altersgerechte digitale Ausstattung aller Solinger Schulen aus. Grundlage dafür soll eine klar definierte Digitalstrategie sein, die sich an den pädagogischen Anforderungen der jeweiligen Altersstufen orientiert.











