Solingen – Die Senioren-Union der CDU Solingen fordert angesichts der zunehmenden Hitzewellen einen deutlich stärkeren Schutz für ältere Menschen. Nach Auffassung der Organisation reichen die bisherigen Maßnahmen nicht aus, um Senioren sowie pflegebedürftige Menschen wirksam vor den gesundheitlichen Folgen extremer Temperaturen zu schützen.
Der Vorsitzende der Senioren-Union Solingen, Hansjörg Schweikhart, macht deutlich, dass Hitze längst kein außergewöhnliches Wetterphänomen mehr sei. Wörtlich erklärt er: „Hitze ist keine Wetterlaune – Hitze ist eine ernste gesundheitliche Bedrohung, besonders für Kinder, Senioren und pflegebedürftige Menschen.“
Verbindliche Hitzeschutzpläne gefordert
Die Senioren-Union unterstützt die Forderung, dass alle Kommunen in Nordrhein-Westfalen noch bis zum Ende des Jahres verbindliche Hitzeschutzpläne verabschieden sollen. Nach Ansicht der CDU-Vereinigung sei trotz entsprechender Beschlüsse der Gesundheitsminister aus dem Jahr 2020 bislang zu wenig umgesetzt worden – auch in Solingen.
Schweikhart mahnt: „Wer weiter zögert, gefährdet Menschenleben.“ Konkret fordert die Senioren-Union für Solingen Notfallpläne und Warnsysteme, koordinierte Versorgungsnetzwerke zwischen den beteiligten Organisationen sowie verbesserte Betreuungskonzepte in Pflegeheimen, ambulanten Pflegediensten und der häuslichen Pflege.
Hitzeschutz soll denselben Stellenwert wie Infektionsschutz erhalten
Nach Auffassung der Senioren-Union müsse der Schutz vor großer Hitze künftig denselben Stellenwert erhalten wie der Infektionsschutz. Gerade ältere und gesundheitlich eingeschränkte Menschen seien bei extremen Temperaturen besonders gefährdet und benötigten gezielte Unterstützung.
Neben Maßnahmen im Pflegebereich spricht sich die Senioren-Union auch für eine stärkere Anpassung des Stadtbildes aus. Dazu gehören mehr Grünflächen, zusätzliche schattenspendende Bäume, kühlende Wasserflächen, Trinkwasserbrunnen sowie die Öffnung kühler Kirchen und anderer öffentlicher Gebäude – insbesondere in sozial benachteiligten Stadtteilen.
Zum Abschluss unterstreicht Schweikhart die Dringlichkeit des Anliegens noch einmal deutlich: „Der Schutz vor Hitze ist eine Frage der Menschenwürde – und er duldet keinen Aufschub.“











