Solingen. Nach dem schweren Verkehrsunfall an der Kreuzung Weyersberger Straße / Kotter Straße / Augustastraße, bei dem am letzten Sonntag mehrere Menschen schwer verletzt wurden, hat die Stadt Solingen auf eine Anfrage der Solinger Nachrichten bestätigt, dass der Bereich bereits seit mehreren Jahren als Unfallhäufungsstelle eingestuft wird.
Stadt bestätigt wiederkehrende Unfälle
Auf Nachfrage teilte die Stadt mit, dass ihr die wiederkehrenden Verkehrsunfälle an der Kreuzung bekannt seien. Bereits seit dem Jahr 2021 werde der Bereich offiziell als Unfallhäufungsstelle geführt und entsprechend durch die zuständigen Stellen beobachtet.
Die Kreuzung wurde in der Vergangenheit mehrfach von der Unfallkommission untersucht. Hintergrund waren insbesondere zahlreiche Abbiegeunfälle in unterschiedlichen Fahrbeziehungen.
Bereits Maßnahmen umgesetzt
Als Reaktion auf die Unfallentwicklung wurde im Jahr 2024 die Ampelanlage erneuert. Zusätzlich erhielt der Kreuzungsbereich im Jahr 2025 eine neue Fahrbahnmarkierung. Seit Umsetzung dieser Maßnahmen läuft nach Angaben der Stadt eine Vergleichsuntersuchung, um zu bewerten, ob sich die Verkehrssicherheit verbessert hat.
Rotlichtverstöße weiterhin ein Problem
Trotz der bereits vorgenommenen Änderungen kommt es nach Angaben der Stadt weiterhin zu Rotlichtverstößen. Die konkrete Ursache des jüngsten schweren Unfalls sei derzeit allerdings noch nicht abschließend geklärt.
Der Knotenpunkt soll deshalb erneut in der nächsten Sitzung der Unfallkommission beraten werden. Erst auf Grundlage der dortigen Auswertung werde entschieden, ob weitere verkehrsrechtliche oder bauliche Maßnahmen erforderlich sind.
Denkbar wären dabei unter anderem weitere Anpassungen an der Ampelschaltung, zusätzliche Veränderungen der Fahrbahnmarkierungen oder andere Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit.
Hintergrund
Am vergangenen Wochenende waren an der Kreuzung Weyersberger Straße / Kotter Straße / Augustastraße zwei Fahrzeuge zusammengestoßen. Vier Menschen wurden verletzt, mehrere davon schwer. Zwei Insassen mussten von der Feuerwehr mit hydraulischem Rettungsgerät aus ihrem Fahrzeug befreit werden. Während des Einsatzes behinderten zudem zahlreiche Schaulustige die Rettungsarbeiten.











