Solingen – Die FDP im Stadtrat spricht sich dafür aus, bei den weiteren Planungen zur Zukunft des Theater- und Konzerthauses sowie der Feuer- und Rettungswachen den Empfehlungen der Gutachter zu folgen. Nach Auffassung der Liberalen sollten die als wirtschaftlich sinnvollsten eingestuften Varianten 3 und 4 nun konsequent vertieft untersucht werden.
Hintergrund ist die kürzlich vorgestellte Machbarkeitsstudie, die verschiedene Zukunftsszenarien für das Theater- und Konzerthaus sowie die Feuerwehrstandorte in Solingen untersucht hat. Insgesamt wurden sechs Varianten bewertet. Die Gutachter empfehlen, insbesondere die Varianten 3 und 4 weiterzuverfolgen.
Sanierung oder kompletter Neubau
Variante 3 sieht eine umfassende Sanierung und Modernisierung des bestehenden Theater- und Konzerthauses am heutigen Standort vor. Neben einer grundlegenden Erneuerung des Gebäudes wäre auch ein Erweiterungsbau vorgesehen.
Variante 4 verfolgt dagegen einen anderen Ansatz: Das Theater- und Konzerthaus würde auf dem Omega-/Evertz-Gelände neu errichtet. Das bisherige Theatergelände könnte anschließend für den Bau einer modernen Zentralfeuer- und Rettungswache genutzt werden. Beide Varianten wurden von den Gutachtern als die wirtschaftlich überzeugendsten Lösungen für eine vertiefte Prüfung eingestuft.
„Die Gutachter haben alle Szenarien fachlich und wirtschaftlich bewertet. Das Ergebnis ist eindeutig: Die Varianten 3 und 4 bieten die beste Perspektive für Solingen. Wer ein Gutachten in Auftrag gibt, sollte dessen Ergebnisse auch ernst nehmen“, erklärt FDP-Ratsfrau Nina Brattig.
FDP fordert Entscheidungen auf Basis der Gutachten
Für die FDP steht fest, dass wirtschaftliche Fakten bei der anstehenden Entscheidung im Vordergrund stehen müssen.
„Solide Finanzen sind keine Bedrohung für die Kultur, sondern ihre Voraussetzung. Nur wenn wir verantwortungsvoll mit den knappen Mitteln der Stadt umgehen, sichern wir langfristig sowohl ein attraktives Kulturangebot als auch eine leistungsfähige Feuerwehr“, so Brattig.
Kritik übt die FDP an Äußerungen der Wählergemeinschaft SG-Zukunft, die das Gutachten in Zweifel gezogen hatte.
„Wer unabhängige Gutachter ohne Belege diskreditiert, weil ihm das Ergebnis nicht gefällt, ersetzt Fakten durch Ideologie. Es ist widersinnig, teure Fachgutachten erstellen zu lassen und sie anschließend zu ignorieren. Kommunalpolitik braucht belastbare Entscheidungsgrundlagen – keine politischen Wunschvorstellungen.“
Nach Auffassung der FDP müsse nun ergebnisoffen geprüft werden, welche der beiden empfohlenen Varianten langfristig die beste Lösung für Kultur, Feuerwehr und die finanzielle Leistungsfähigkeit der Stadt darstellt. Eine endgültige Entscheidung über die Zukunft des Theater- und Konzerthauses steht noch aus.











