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Tödlicher Polizeieinsatz in Remscheid: 42-Jähriger stirbt nach Schuss aus Dienstwaffe – Ermittler suchen Zeugen und Handyvideos

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Remscheid – Ein Polizeieinsatz in Remscheid hat am Mittwochabend (1. Juli) ein tragisches Ende genommen. Ein 42 Jahre alter Remscheider kam nach einem Schusswaffeneinsatz der Polizei ums Leben. Den bisherigen Erkenntnissen zufolge war dem Einsatz ein Angriff auf zwei Mädchen vorausgegangen. Die Ermittlungen zum genauen Ablauf führt aus Neutralitätsgründen das Polizeipräsidium Hagen gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Wuppertal.

Notruf nach Angriff auf zwei Mädchen

Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand soll der 42-Jährige auf der Paulstraße zwei Mädchen körperlich angegriffen und mit Pfefferspray besprüht haben. Mehrere Zeugen alarmierten daraufhin gegen 21.07 Uhr die Polizei.

Eine Streifenwagenbesatzung traf den Mann kurze Zeit später im Nahbereich an. Als die Beamten ihn ansprachen, soll er auch ihnen Pfefferspray entgegengesprüht haben und anschließend geflüchtet sein.

Taser verfehlt den Mann

Kurze Zeit später kam es zu einem erneuten Aufeinandertreffen zwischen dem 42-Jährigen und den Polizeibeamten. Nach Angaben der Ermittlungsbehörden versuchten die Einsatzkräfte zunächst, den Mann mit einem Distanzelektroimpulsgerät (DEIG), umgangssprachlich Taser, zu stoppen. Das Gerät verfehlte den Remscheider jedoch.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Wuppertal soll der 42-Jährige anschließend gezielt Werkzeug auf die Einsatzkräfte geworfen haben. Dabei habe es sich u.a. um eine Brechstange sowie einen schweren Hammer gehandelt. Daraufhin gab einer der eingesetzten Polizeibeamten einen Schuss aus seiner Dienstwaffe ab und traf den Mann.

Trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen verstarb der 42-Jährige noch am Einsatzort.

Polizei Hagen übernimmt die Ermittlungen

Wie bei tödlichen Schusswaffeneinsätzen der Polizei üblich, werden die Ermittlungen aus Gründen der Neutralität nicht von der örtlich zuständigen Behörde geführt. Stattdessen hat das Polizeipräsidium Hagen die kriminalpolizeilichen Ermittlungen übernommen.

Gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Wuppertal soll nun der genaue Ablauf des Einsatzes rekonstruiert werden. Dabei wird unter anderem geprüft, wie sich die Situation unmittelbar vor der Schussabgabe entwickelt hat und welche Umstände letztlich zum Einsatz der Dienstwaffe führten.

Polizei bittet um Zeugen und Handyvideos

Die Ermittler bitten weiterhin um Unterstützung aus der Bevölkerung. Gesucht werden Personen, die den Vorfall auf der Paulstraße beobachtet haben oder Angaben zum Geschehensablauf machen können.

Insbesondere bitten Polizei und Staatsanwaltschaft Personen, die Foto- oder Videoaufnahmen vom Tatort oder von den Situationen unmittelbar vor, während oder nach dem Polizeieinsatz angefertigt haben, sich bei den Ermittlern zu melden. Solches Bildmaterial kann für die Rekonstruktion des Geschehens von großer Bedeutung sein.

Hinweise nimmt aus Neutralitätsgründen das Polizeipräsidium Hagen unter der Telefonnummer 02331 / 986-0 entgegen.

Die Ermittlungen zum Ablauf des Polizeieinsatzes und zu den Hintergründen des Geschehens dauern an.

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