Solingen – Bei einer landesweiten Kontrollaktion gegen illegale Prostitution hat die Stadt Solingen am heutigen Donnerstag (9. Juli) gemeinsam mit weiteren Behörden zwei illegal betriebene Prostitutionsstätten geschlossen und versiegelt. Im Mittelpunkt des Einsatzes standen der Schutz möglicher Opfer sowie die Bekämpfung organisierter Kriminalität.
An der Aktion beteiligten sich das Solinger Ordnungsamt und die Ausländerbehörde. Sie fand im Rahmen einer landesweiten Schwerpunktkontrolle des nordrhein-westfälischen Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung sowie der gemeinsamen Koordinierungsstelle Rhein-Wupper (GeKo) statt. Auch ein Mitarbeiter des Ministeriums begleitete den Einsatz vor Ort.
Sechs Prostituierte in illegalen Einrichtungen angetroffen
Kontrolliert wurden insgesamt drei Objekte: ein legal betriebenes Bordell sowie zwei Einrichtungen, die nach Angaben der Stadt illegal betrieben wurden.
In den beiden illegalen Objekten trafen die Einsatzkräfte auf insgesamt sechs Prostituierte. Deren Identität und Herkunft werden derzeit noch überprüft. Gegen die Verantwortlichen der beiden Betriebe werden nach Angaben der Stadt umfangreiche Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Beide Einrichtungen wurden unmittelbar nach der Kontrolle verschlossen und versiegelt.
Stadt: Schutz der Menschen steht im Mittelpunkt
Die Einsatzleitung hatte Eva Stangenberg, Leiterin des Stadtdienstes Sicherheit und Ordnung der Stadt Solingen. Sie betonte die Bedeutung solcher Kontrollen:
„Wir schauen nicht weg. Jede Schließung einer illegalen Prostitutionsstätte entzieht den Tätern die Geschäftsgrundlage und rettet potenziell Betroffene aus der Zwangslage. Bei diesem Einsatz geht es um weit mehr als Ordnungswidrigkeiten – es geht um den Schutz der Menschenwürde und den Kampf gegen organisierte Kriminalität.“
Nach Angaben der Stadt sollen die Kontrollen dazu beitragen, illegale Strukturen aufzudecken und Menschen zu schützen, die möglicherweise Opfer von Ausbeutung oder Zwang geworden sind.










