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BfS fordert Klarheit zur Zukunft der Festhalle Ohligs: „Traditionsort darf nicht weiter verfallen“

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Solingen – Die Bürgergemeinschaft für Solingen (BfS) fordert mehr Transparenz über die Zukunft der Festhalle Ohligs. Nach Angaben der Wählergemeinschaft stehe das Gebäude seit dem letzten Eigentümerwechsel weitgehend ungenutzt leer und verfalle zunehmend. Die BfS sieht deshalb dringenden Handlungsbedarf und verlangt von Stadtverwaltung und Oberbürgermeister umfassende Informationen.

Nach Auffassung der Bürgergemeinschaft ist die Festhalle weit mehr als nur ein Gebäude. Über viele Jahrzehnte habe sie das kulturelle Leben in Ohligs geprägt und zahlreichen Vereinen sowie Veranstaltern als Treffpunkt gedient. Umso kritischer bewertet die BfS den aktuellen Zustand.

„Die Festhalle Ohligs ist ein Stück Identität für den Stadtteil. Viele Bürgerinnen und Bürger verbinden persönliche Erinnerungen mit diesem Ort. Umso enttäuschender ist es, dass nach dem letzten Verkauf nichts erkennbar vorangeht – außer dem Verfall“, erklärt der Vorsitzende der Bürgergemeinschaft für Solingen, Martin Bender.

BfS fordert Offenlegung der Planungen

Nach eigenen Angaben vermisst die Bürgergemeinschaft bislang öffentliche Klarheit darüber, welche Vereinbarungen beim Verkauf der Immobilie getroffen wurden, welche Nutzung für das Gelände vorgesehen ist und welche Verpflichtungen der aktuelle Eigentümer gegenüber der Stadt hat.

Deshalb fordert die BfS die Stadtverwaltung auf, unter anderem offenzulegen,

  • wann die Festhalle in den vergangenen fünf bis zehn Jahren verkauft wurde und wer derzeit Eigentümer ist,
  • welche Nutzungs- oder Baukonzepte für das Gelände bestehen,
  • sowie welche Maßnahmen die Stadt gegen den weiteren Verfall der Halle ergreift.

Fragen an Verwaltung und Oberbürgermeister

Darüber hinaus erwartet die Bürgergemeinschaft Antworten auf weitere Fragen. So möchte sie unter anderem wissen, welche Beschlüsse Rat und Ausschüsse in den vergangenen Jahren zur Festhalle gefasst haben, welche Verpflichtungen der Eigentümer hinsichtlich Erhalt, Sanierung oder Neubau übernommen hat und welche rechtlichen Möglichkeiten der Stadt zur Verfügung stehen, um eine weitere Verwahrlosung des Gebäudes zu verhindern.

„Die Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht darauf zu erfahren, wie mit einer der prägenden Immobilien ihres Stadtteils umgegangen wird. Es darf nicht sein, dass die Festhalle Ohligs über Jahre hinweg geschlossen bleibt, verfällt und niemand nachvollziehbar erklärt, was mit diesem wichtigen Ort geschehen soll“, so Bender weiter.

Ziel: Wieder ein Ort für Kultur und Begegnung

Sollte sich nach Auffassung der Bürgergemeinschaft herausstellen, dass die bisherigen Regelungen den Interessen des Stadtteils und der Gesamtstadt nicht gerecht werden, will sich die Wählergemeinschaft nach eigenen Angaben für Änderungen der politischen und vertraglichen Rahmenbedingungen einsetzen. Ziel sei es, den Standort der Festhalle Ohligs wieder zu einem lebendigen Ort für Kultur, Begegnung und Stadtteilentwicklung zu machen – statt zu einem Symbol für Stillstand und Verfall.

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