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Sabotage auf wichtiger Bahnstrecke: Auch Solingen direkt betroffen – Linksextreme Gruppe reklamiert Anschlag für sich

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RE 7 hält teilweise nicht in Solingen, RB 48 fällt aus – Staatsschutz prüft Bekennerschreiben

Nordrhein-Westfalen – Die mutmaßliche Sabotage an der wichtigen Bahnstrecke zwischen Düsseldorf und Köln hat auch erhebliche Auswirkungen auf den Bahnverkehr in Solingen. Reisende müssen weiterhin mit Verspätungen, Zugausfällen und geänderten Fahrwegen rechnen. Besonders betroffen sind die Linien RE 7 und RB 48, die für viele Reisende und Pendler aus der Klingenstadt zu den wichtigsten Verbindungen zählen.

Nach Angaben der Ermittlungsbehörden wurden am Freitag mehrere Kabelschächte im Bereich der Bahnstrecke nördlich von Leverkusen durch Brände beschädigt. Der Staatsschutz geht von einer vorsätzlichen Tat aus und hat umfangreiche Ermittlungen aufgenommen.

Mutmaßliches Bekennerschreiben aufgetaucht

Inzwischen ist im Internet ein mutmaßliches Bekennerschreiben veröffentlicht worden. Darin reklamiert die linksextremistische Gruppierung „Kommando Angry Birds“ die Sabotage für sich. Die Gruppe bezeichnet sich selbst als industrie- und technikfeindliche Bewegung und begründet die Tat mit ihrem Kampf gegen das technologisch-industrielle System.

Ob das Schreiben tatsächlich von den Tätern stammt, ist bislang allerdings nicht offiziell bestätigt. Die Ermittlungsbehörden prüfen derzeit die Echtheit des Bekennerschreibens. Nach Einschätzung von ARD-Sicherheitsexperten sprechen Inhalt und Detailtiefe zwar für eine mögliche Authentizität, eine abschließende Bewertung liegt jedoch noch nicht vor.

Solingen unmittelbar betroffen

Für Fahrgäste aus Solingen sind die Auswirkungen bereits deutlich spürbar. Der RE 7 wird in Fahrtrichtung Krefeld derzeit über eine Ausweichstrecke umgeleitet und hält deshalb unter anderem nicht am Solinger Hauptbahnhof. Auch weitere Halte entfallen auf diesem Fahrweg.

Zusätzlich fällt die RB 48 zwischen Wuppertal Hauptbahnhof und Köln Hauptbahnhof derzeit aus. Damit ist auch der Bahnverkehr von und nach Solingen unmittelbar eingeschränkt. Pendler und Reisende müssen je nach Verbindung mit längeren Fahrzeiten, Ersatzverbindungen oder Anschlussverlusten rechnen.

Reul: „Gezielte Sabotage“

NRW-Innenminister Herbert Reul verurteilte die Tat scharf. Wer gezielt die Infrastruktur angreife, greife den Staat und den Alltag vieler Menschen an. Solche Taten seien kein legitimer Protest, sondern gezielte Sabotage. Die Täter nähmen erhebliche Beeinträchtigungen für tausende Reisende bewusst in Kauf.

Bahn bittet Reisende um Prüfung ihrer Verbindung

Die Deutsche Bahn arbeitet weiterhin mit Hochdruck an der Reparatur der beschädigten Anlagen. Nach Abschluss der Arbeiten müssen die sicherheitsrelevanten Systeme umfassend geprüft werden, bevor der Zugverkehr wieder vollständig aufgenommen werden kann.

Bis dahin empfiehlt die Bahn allen Fahrgästen – insbesondere auch in Solingen –, ihre Verbindung unmittelbar vor Fahrtantritt zu überprüfen. Aufgrund der Sperrung sind kurzfristige Änderungen im Fahrplan sowie weitere Verspätungen und Zugausfälle weiterhin möglich.

Wann die Strecke zwischen Düsseldorf und Köln wieder vollständig und ohne Einschränkungen befahren werden kann, ist derzeit noch nicht bekannt. Parallel dazu dauern die Ermittlungen zur Brandstiftung und zur Herkunft des mutmaßlichen Bekennerschreibens an.

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