BlaulichtEklat beim Feuerwehrfest: Mitglied nach mutmaßlich fremdenfeindlichen Parolen vom Dienst suspendiert

Eklat beim Feuerwehrfest: Mitglied nach mutmaßlich fremdenfeindlichen Parolen vom Dienst suspendiert

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Solingen – Ein Vorfall beim Sommerfest der Löscheinheit 3 der Freiwilligen Feuerwehr Solingen am Mangenberg hat personelle Konsequenzen. Ein Mitglied einer anderen Solinger Löscheinheit wurde mit sofortiger Wirkung vom Dienst suspendiert. Hintergrund sind mutmaßlich ausländerfeindliche Parolen, die am Samstagabend während der Veranstaltung gefallen sein sollen. Die Feuerwehr hat zudem ein Disziplinarverfahren eingeleitet.

Gäste vom Festgelände verwiesen

Nach Angaben der Stadt Solingen und der Feuerwehr sollen mehrere Gäste des Sommerfestes mutmaßlich unter Alkoholeinfluss ausländerfeindliche Parolen gerufen haben. Die gastgebende Löscheinheit reagierte nach eigenen Angaben umgehend, unterband die Rufe und verwies die betreffenden Personen vom Veranstaltungsgelände.

Im Zuge der anschließenden Ermittlungen ergaben sich Hinweise darauf, dass sich unter den beteiligten Personen auch ein Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr einer anderen Solinger Löscheinheit befunden haben soll. Daraufhin wurde der Feuerwehrangehörige mit sofortiger Wirkung vom Dienst suspendiert. Parallel dazu leitete die Feuerwehr ein Disziplinarverfahren ein.

Feuerwehr und Stadt beziehen klar Stellung

Die Stadt Solingen und die Feuerwehr machen deutlich, dass Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und menschenverachtendes Verhalten mit den Grundwerten der Feuerwehr unvereinbar sind. In ihrer gemeinsamen Stellungnahme heißt es: „Die Feuerwehr distanziert sich ausdrücklich von jeder Form von Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und menschenverachtendem Verhalten. Derartige Äußerungen stehen in eklatantem Widerspruch zu den Werten der Feuerwehr, die für Respekt, Toleranz und die Hilfe für alle Menschen unabhängig ihrer Herkunft, Religion oder Weltanschauung eintritt.“

Feuerwehrleiter Sebastian Wagner kündigt eine konsequente Aufarbeitung des Vorfalls an. „Bei derartigen Verhaltensweisen schauen wir sehr genau hin und werden – sofern sich die Vorwürfe bestätigen – die erforderlichen disziplinarrechtlichen Konsequenzen ziehen. Für Fremdenfeindlichkeit und rassistische Parolen ist in der Feuerwehr kein Platz“, erklärt der Leiter der Feuerwehr.

Das Foto (Gianni Gattus) zeigt Solingens Feuerwehrchef Sebastian Wagner

Weitere Angaben zunächst nicht

Bis zum Abschluss des Disziplinarverfahrens wollen Feuerwehr und Stadt Solingen keine weiteren Einzelheiten veröffentlichen. Zur Begründung verweisen sie auf den Persönlichkeitsschutz des betroffenen Feuerwehrmitglieds sowie auf das laufende Verfahren.

Mit der sofortigen Suspendierung hat die Feuerwehr bereits unmittelbar nach Bekanntwerden des Vorfalls erste personelle Konsequenzen gezogen. Die abschließende Bewertung des Geschehens bleibt dem Ergebnis der laufenden Ermittlungen und des Disziplinarverfahrens vorbehalten.

Hinweis: Bis zum Anschluss der Ermittlungen gilt für alle Beteiligten die Unschuldsvermutung!

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