Solingen – Eine weithin sichtbare Rauchsäule hat am Samstagmittag zahlreiche Menschen in der Solinger Innenstadt aufgeschreckt. Gegen 12.40 Uhr gingen bei der Leitstelle der Feuerwehr zahlreiche Notrufe ein. Grund war ein Großbrand in einem leerstehenden Gebäude an der Straße Werwolf. Der Dachstuhl des Hauses geriet in Brand und löste einen umfangreichen Feuerwehreinsatz aus.
Massive Auswirkungen auf den Verkehr
Der Bereich rund um die Einsatzstelle wurde weiträumig abgesperrt. Nach Angaben eines Sprechers bleibt die Straße Werwolf voraussichtlich noch bis in die Abendstunden vollständig gesperrt.

Die Sperrung hat erhebliche Auswirkungen auf den Verkehr in der Innenstadt. Autofahrer müssen mit längeren Staus und Umleitungen rechnen. Auch der öffentliche Nahverkehr ist betroffen: Mehrere Buslinien können den Bereich derzeit nicht wie gewohnt passieren, sodass es zu größeren Verzögerungen und Fahrplanabweichungen kommt.
Feuerwehr verhindert Ausbreitung der Flammen
Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, hatten sich die Flammen bereits im Dachbereich des leerstehenden Gebäudes ausgebreitet. Die Feuerwehr leitete sofort einen umfangreichen Löschangriff ein. Mehrere Trupps gingen unter Atemschutz gegen das Feuer vor, während Drehleitern zur Brandbekämpfung von oben eingesetzt wurden.
Im Mittelpunkt der Arbeiten stand zunächst, ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude zu verhindern. Die Löscharbeiten werden voraussichtlich noch mehrere Stunden andauern.
Warnung wegen starker Rauchentwicklung
Durch den Brand entwickelte sich eine dichte Rauchwolke, die über Teile der Innenstadt zog. Vorsorglich wurde über die Warn-App NINA eine Bevölkerungswarnung herausgegeben. Anwohner wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungs- und Klimaanlagen abzuschalten.

Auffällig war jedoch, dass nach bisherigen Erkenntnissen keine Sirenenwarnung ausgelöst wurde. Zudem berichteten mehrere Anwohner aus dem unmittelbaren Umfeld der Einsatzstelle gegenüber den Solinger Nachrichten, dass sie keine Warnmeldung über Cell Broadcast auf ihren Mobiltelefonen erhalten hätten. Ob auf diese Warnmittel bewusst verzichtet wurde oder technische beziehungsweise einsatztaktische Gründe vorlagen, ist derzeit nicht bekannt.
Brandursache noch unklar
Nach bisherigem Kenntnisstand wurde niemand verletzt. Das Gebäude stand zum Zeitpunkt des Brandes leer.

Wie das Feuer entstanden ist, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen. Die Polizei wird die Brandursache nach Abschluss der Löscharbeiten untersuchen. Angaben zur Höhe des entstandenen Sachschadens liegen bislang nicht vor.










