Dies & DasBauaufsicht in Solingen wird digital: Anträge sollen künftig schneller bearbeitet werden

Bauaufsicht in Solingen wird digital: Anträge sollen künftig schneller bearbeitet werden

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Solingen – Die Digitalisierung der Stadtverwaltung macht auch vor der Bauaufsicht nicht Halt. In der Klingenstadt können ab sofort nahezu alle Leistungen des Stadtdienstes Bauaufsicht digital beantragt und bearbeitet werden. Ziel ist es, Bauverfahren zu beschleunigen und die Bearbeitung für Antragsteller, Architekten und Unternehmen einfacher zu machen.

Fast alle Leistungen jetzt online verfügbar

Bereits Ende 2025 wurde die Solinger Bauaufsicht an das landesweite Bauportal.NRW angeschlossen. Über dieses Portal können unter anderem Bauanträge und Bauvorbescheide vollständig digital eingereicht werden.

Nach Angaben der Stadt wird dieses Angebot bislang allerdings noch vergleichsweise selten genutzt. Die Bauaufsicht wirbt deshalb dafür, künftig verstärkt auf die digitalen Antragswege zu setzen. Dadurch würden Anträge schneller bei den zuständigen Sachbearbeitern eingehen und könnten zügiger bearbeitet werden.

Auch weitere Dienstleistungen wie die Verlängerung von Bescheiden, Anzeigen zum Baubeginn oder das Nachreichen von Unterlagen stehen inzwischen digital über das Serviceportal der Stadt Solingen zur Verfügung.

Papier wird zur digitalen Akte

Ein weiterer Schritt betrifft die interne Bearbeitung der Verfahren. Künftig werden auch weiterhin eingehende Papieranträge vollständig eingescannt und anschließend ausschließlich als digitale Akte weitergeführt.

Dadurch können mehrere beteiligte Fachstellen gleichzeitig auf dieselben Unterlagen zugreifen. Abstimmungen sollen dadurch schneller und transparenter erfolgen.

Sobald das landesweite Kommunikationsportal freigeschaltet ist, sollen auch Bescheide digital an Antragsteller verschickt werden. Die Stadt hat nach eigenen Angaben bereits alle Vorbereitungen dafür getroffen.

Bauarchiv wird digitalisiert

Parallel dazu hat die Stadt begonnen, ihr Bauarchiv zu digitalisieren. Schritt für Schritt sollen künftig Hausakten ab dem Baujahr 1945 digital verfügbar sein. Unterstützt wird die Bauaufsicht dabei von solingen.digital.

Mit der Umstellung sollen sowohl interne Arbeitsabläufe als auch der Zugriff auf ältere Bauunterlagen deutlich erleichtert werden.

Neue Landesregelung erhöht den Zeitdruck

Die Digitalisierung ist für die Stadt auch deshalb wichtig, weil sich die rechtlichen Rahmenbedingungen in Nordrhein-Westfalen ändern. Bereits im September soll eine sogenannte Genehmigungsfiktion in Kraft treten.

Das bedeutet: Im vereinfachten Baugenehmigungsverfahren gilt ein Bauantrag automatisch als genehmigt, wenn die Bauaufsicht nicht innerhalb von sechs Wochen entscheidet – vorausgesetzt, alle erforderlichen Unterlagen sind vollständig und sämtliche Stellungnahmen der beteiligten Fachstellen liegen vor.

Nach Auffassung der Stadt bestätigt diese Gesetzesänderung den eingeschlagenen Weg. Mit digitalen Prozessen sollen die Genehmigungsverfahren künftig auch unter den neuen gesetzlichen Vorgaben zuverlässig und fristgerecht bearbeitet werden.

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