Solingen – Nach den Schüssen am Mittwochmorgen im Solinger Stadtteil Ohligs haben Staatsanwaltschaft und Polizei Wuppertal weitere Einzelheiten bekanntgegeben. Demnach wird wegen eines versuchten Tötungsdelikts ermittelt.
Bereits am Vormittag hatte unsere Redaktion über zwei Tatorte in der Düsseldorfer Straße berichtet (https://solinger-nachrichten.de/2026/07/29/mehrere-schuesse-in-ohligser-supermarkt-eine-person-schwer-verletzt/). Ein 38-jähriger Mann war in einem Supermarkt im Bereich der Ohligser Fußgängerzone durch Schüsse schwer verletzt worden. Rund 400 Meter entfernt entdeckten Ermittler später zudem mehrere Einschusslöcher an einem Gastronomiebetrieb.
Schwerverletzter in Ladenlokal gefunden
Nach Angaben der Ermittler gingen gegen 8.45 Uhr zahlreiche Notrufe wegen Schussgeräuschen in der Düsseldorfer Straße ein. Polizeikräfte fanden daraufhin einen 38-jährigen Mann mit einer Schussverletzung in einem Ladenlokal vor. Rettungskräfte versorgten den Schwerverletzten und brachten ihn anschließend in ein Krankenhaus. Nach Informationen unserer Redaktion soll es sich dabei um einen Mitarbeiter des Supermarktes handeln.
Zur Schwere seiner Verletzungen oder seinem aktuellen Gesundheitszustand machten die Behörden zunächst keine weiteren Angaben.
Zweiter Tatort rund 400 Meter entfernt
Im Zuge der Spurensicherung sicherten die Ermittler außerdem Einschusslöcher an der Fassade sowie an Rollläden der „Akasha-Bar“ (ehemaligen „Dürpelstube“) im unteren Teil der Düsseldorfer Straße. Dieser zweite Tatort befindet sich rund 400 Meter vom Supermarkt entfernt.
An diesem zweiten Tatort wurde niemand verletzt.
Täter zu Fuß geflüchtet
Zeugen beobachteten laut Polizei einen männlichen Tatverdächtigen, der sich nach den Schüssen zu Fuß in Richtung Forststraße entfernte.
Außerdem prüfen die Ermittler, ob ein silberner Kleinwagen, der den Bereich nach der Tat mit hoher Geschwindigkeit verlassen haben soll, mit dem Geschehen in Verbindung steht. Ob das Fahrzeug tatsächlich Teil der Tat war oder unabhängig davon unterwegs war, ist derzeit noch unklar.
Keine Hinweise auf weitere Gefahr
Trotz des Großeinsatzes betonen Polizei und Staatsanwaltschaft, dass keine Hinweise auf eine weitere Gefährdung der Bevölkerung vorliegen.
Die Kriminalpolizei sicherte über Stunden Spuren an beiden Tatorten. Die Ermittlungen zu den Hintergründen, dem genauen Tatablauf und einem möglichen Zusammenhang zwischen beiden Tatorten dauern an.
Polizei sucht weitere Zeugen
Die Polizei bittet weiterhin um Hinweise aus der Bevölkerung. Wer Beobachtungen gemacht hat oder Angaben zum flüchtigen Tatverdächtigen oder dem silbernen Kleinwagen machen kann, wird gebeten, sich unter der Rufnummer 0202 / 284-0 bei der Polizei Wuppertal zu melden.










