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Nach Schüssen in Ohligs: Opfer (38) nicht mehr in Lebensgefahr – Ermittlungen laufen weiter

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Solingen – Nach den Schüssen auf der Düsseldorfer Straße in Solingen-Ohligs hat die Staatsanwaltschaft Wuppertal am Donnerstag neue Einzelheiten zum Stand der Ermittlungen bekanntgegeben. Zwar gibt es inzwischen erste positive Nachrichten zum Gesundheitszustand des schwer verletzten Mannes, bei der Suche nach den Tätern stehen die Ermittler jedoch weiterhin vor zahlreichen offenen Fragen.

Opfer erfolgreich operiert

Wie Staatsanwalt Heribert Kaune-Gebhardt auf Anfrage der Solinger Nachrichten mitteilte, konnte der operative Eingriff bei dem 38-jährigen Opfer erfolgreich abgeschlossen werden. Eine akute Lebensgefahr besteht nach Angaben der Staatsanwaltschaft inzwischen nicht mehr.

Der Mann kann allerdings noch nicht als Zeuge vernommen werden. Dies soll erst erfolgen, sobald sein Gesundheitszustand dies zulässt. Die Aussagen des Verletzten gelten als wichtiger Baustein für die weiteren Ermittlungen.

Weiterhin keine heiße Spur zu den Tätern

Ob die Schüsse von einem oder von zwei Tätern abgegeben wurden, ist derzeit weiterhin unklar. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sind die Beschreibungen durch Zeugen bislang äußerst vage.

Aus diesem Grund sei auch keine öffentliche Fahndung möglich gewesen. Für eine gezielte Suche nach Tatverdächtigen fehlten bislang ausreichend konkrete Personenbeschreibungen.

Zeugen, die Angaben zu den Schüssen an den beiden Tatorten in Ohligs machen können oder die Hinweise zu Personen geben können, sollen sich unter der Telefonnummer 0202 / 284 – 0 mit der Polizei Wuppertal in Verbindung setzen.

Ob den Ermittlungsbehörden bereits eine namentlich bekannte tatverdächtige Person vorliegt, wollte die Staatsanwaltschaft nicht bestätigen.

Zusammenhang beider Tatorte gilt als wahrscheinlich

Bereits am Mittwoch hatten die Solinger Nachrichten über die beiden Tatorte berichtet. Neben dem Supermarkt an der Düsseldorfer Straße, in dem der 38-Jährige angeschossen wurde, sicherten Ermittler auch Spuren an einem Wohn- und Gewerbegebäude im Bereich einer Gaststätte im unteren Teil der Düsseldorfer Straße, rund 400 Meter entfernt. Dort waren mehrere Einschusslöcher in der Gebäudefassade festgestellt worden.

Nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft liegt aufgrund des engen zeitlichen Zusammenhangs ein Zusammenhang zwischen beiden Tatorten nahe. Die Hintergründe seien jedoch weiterhin Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Motiv weiter völlig offen

Zu einem möglichen Motiv oder den Hintergründen der Tat wollten die Ermittler weiterhin keine Angaben machen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wären entsprechende Aussagen derzeit reine Spekulation.

Auch eine rechtliche Einordnung, ob neben dem Verdacht eines versuchten Tötungsdelikts möglicherweise Mordmerkmale vorliegen könnten, sei zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht möglich. Dafür fehle bislang die notwendige Erkenntnislage.

Die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft dauern mit Hochdruck an. Weitere Informationen wollen die Behörden erst bekannt geben, sobald gesicherte Erkenntnisse vorliegen.

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