Leichlingen/Solingen – In unmittelbarer Nähe zur Solinger Stadtgrenze ist am Donnerstag (6. August) auf einem Baugrundstück in Leichlingen ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Nach Angaben der Behörden handelt es sich um eine amerikanische Fünf-Zentner-Bombe mit Front- und Heckzünder. Der Sprengkörper soll noch im Laufe des Tages durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst entschärft werden.
500-Meter-Sperrbereich betrifft auch Teile Solingens
Für die Entschärfung wurde ein Gefahrenbereich mit einem Radius von 500 Metern eingerichtet. Betroffen sind auf Leichlinger Seite unter anderem der Ortsteil Ziegwebersberg, der Müllerhof und der Gewerbepark Alte Glashütte. In Solingen gehören nach aktuellem Stand Teile von Rupelrath sowie der Bereich Linde zum Evakuierungsgebiet. Auch Bereiche der Stadt Langenfeld liegen innerhalb des Sperrbereichs.
Die Evakuierungen laufen bereits. Während in Leichlingen die Maßnahmen begonnen haben, erfolgt die Evakuierung der betroffenen Solinger Bereiche am Nachmittag. Mitarbeiter der Ordnungsämter sowie Einsatzkräfte der Feuerwehren informieren die Anwohner persönlich und gehen dazu von Tür zu Tür. Alle Personen innerhalb des Gefahrenbereichs müssen ihre Wohnungen und Gebäude vorübergehend verlassen.
Für betroffene Anwohner in Leichlingen wurde eine Anlaufstelle in der Mensa des Schulzentrums Am Hammer eingerichtet.
Zahlreiche Einsatzkräfte vor Ort
Im Einsatz sind der Kampfmittelbeseitigungsdienst Rheinland der Bezirksregierung Düsseldorf (KBD), die Ordnungsämter sowie die Feuerwehren aus Leichlingen und Solingen. Auch Behörden aus Langenfeld unterstützen die Maßnahmen.
Straßen gesperrt – Busse und Bahn betroffen
Rund um den Gefahrenbereich kommt es zu umfangreichen Straßensperrungen und entsprechenden Verkehrsbehinderungen. Die Fahrt von Solingen über Ziegwebersberg nach Leichlingen auf der Opladener Straße ist derzeit nicht möglich.
Auch der öffentliche Personennahverkehr sowie der Bahnbetrieb sind während der Evakuierungs- und Entschärfungsmaßnahmen von Einschränkungen betroffen.
Für Fragen hat die Stadt Leichlingen das Gefahrentelefon unter 02175 / 992-333 eingerichtet.
Die Sperrungen und Evakuierungsmaßnahmen werden erst aufgehoben, nachdem die Bombe erfolgreich entschärft wurde. Die Solinger Nachrichten berichten, sobald weitere Informationen vorliegen.










