Solingen. Die Diskussion um die Großveranstaltung „1. Mai mit dem Geschmack Rumäniens“ auf dem Walder Marktplatz beschäftigt nun auch die Politik. Nachdem nach Angaben des Veranstalters mehr als 15.000 Besucher aus dem gesamten Bundesgebiet nach Wald gekommen waren und es im Anschluss Beschwerden von Anwohnern über Lärm, Müll und Parksituation gegeben hatte, will sich die Bezirksvertretung Wald in ihrer nächsten Sitzung am 14. September mit dem Thema befassen.
Auslöser ist eine Anfrage der CDU-Fraktion. Bezirksbürgermeister Michael Klaas (CDU) betont, dass die Bezirksvertretung private und gewerbliche Veranstaltungen auf dem Walder Marktplatz grundsätzlich begrüße. Solche Events könnten die Attraktivität des Platzes steigern und passten zur geplanten Weiterentwicklung des Stadtteils im Rahmen des Projekts „ISEK Zukunft Wald 2030“.
Gleichzeitig verweist Klaas auf die Beschwerden aus der Nachbarschaft. Nach der Veranstaltung hätten sich Anwohner teilweise massiv über aus ihrer Sicht unzumutbaren Lärm sowie zugeparkte Privatparkplätze beschwert. Sollte die Veranstaltung – wie vom Veranstalter öffentlich angekündigt – im kommenden Jahr erneut oder sogar an zwei Tagen stattfinden, müsse aus Sicht der CDU geklärt werden, welche Erfahrungen aus der Premiere gezogen werden können.
Fragen an die Verwaltung
Die CDU möchte von der Stadt unter anderem wissen, ob bereits ein Antrag für eine Neuauflage vorliegt, welche Erkenntnisse aus der Veranstaltung gewonnen wurden und welche Maßnahmen künftig möglich sind, um Konflikte bei Lärm, Müll und Verkehr zu reduzieren.

Klaas betont, Ziel sei es, auch künftig zuschauerstarke Veranstaltungen in Wald zu ermöglichen, gleichzeitig aber die berechtigten Interessen der Anwohner zu berücksichtigen.
Diskussion dürfte weitergehen
Dass die Bezirksvertretung das Thema mehr als vier Monate nach der Veranstaltung offiziell auf die Tagesordnung setzt, zeigt, dass die Diskussion über das Event noch längst nicht beendet ist. Ob die Verwaltung dabei bereits konkrete Verbesserungsvorschläge präsentieren kann oder zunächst lediglich eine Bestandsaufnahme erfolgt, dürfte sich in der Sitzung Mitte September zeigen.
Unabhängig davon dürfte die Debatte erneut die grundsätzliche Frage aufwerfen, wie große Publikumsveranstaltungen auf dem Walder Marktplatz künftig organisiert werden können, damit sie sowohl für Besucher als auch für Anwohner möglichst reibungslos verlaufen. Dabei wird es nicht nur um Genehmigungen gehen, sondern auch um ein Gesamtkonzept für Verkehr, Parken und Lärmschutz – Themen, die idealerweise bereits vor einer Neuauflage geklärt werden sollten, statt erst im Nachgang erneut Anlass für Diskussionen zu bieten.










