BlaulichtProzess um Geldautomaten-Aufbruch in Unterburg startet vor dem Landgericht Wuppertal

Prozess um Geldautomaten-Aufbruch in Unterburg startet vor dem Landgericht Wuppertal

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Dem Angeklagtem (34) drohen bis zu zehn Jahre Haft – Beute von rund 126.000 Euro bei Tat in Burg

Solingen – Vor dem Landgericht Wuppertal beginnt in Kürze ein Strafprozess gegen einen 34-jährigen Mann aus Dortmund. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, sich Anfang 2020 gemeinsam mit mehreren Mittätern zu einer Bande zusammengeschlossen zu haben, um Geldautomaten und Bankfilialen auszurauben. Angeklagt sind insgesamt fünf Fälle, zwei davon sollen im Versuch geblieben sein.

Für Solingen besonders von Bedeutung ist eine Tat, die sich am Abend des 11. März 2020 in einer Filiale der Stadt-Sparkasse Solingen in Solingen-Burg ereignet haben soll. Alle weiteren angeklagten Taten sollen außerhalb des Landgerichtsbezirks Wuppertal verübt worden sein.

Täter sollen Bankfiliale gewaltsam geöffnet haben

Nach Angaben der Pressestelle des Landgerichts sollen die Täter in Unterburg zunächst eine Fensterscheibe eingeschlagen haben, um sich Zugang zu den Räumlichkeiten der Bankfiliale zu verschaffen. Anschließend sollen sie einen Bewegungsmelder im Flur zerstört und die Tür zum Technikraum aufgehebelt haben.

Dort sollen sie die Rückseite eines Geldautomaten aufgespreizt und mehrere Geldkassetten mit rund 58.000 Euro Bargeld entnommen haben. Darüber hinaus soll ein Tresor im Büro der Filiale aufgebrochen worden sein. Aus diesem sollen weitere etwa 68.000 Euro gestohlen worden sein.

Um mögliche Spuren zu erschweren, soll einer der Täter zum Abschluss einen Feuerlöscher entleert und das Gebäude mit weißem Löschpulver geflutet haben. Anschließend sollen die Täter unerkannt geflüchtet sein.

Neben der mutmaßlichen Beute von insgesamt rund 126.000 Euro soll ein Sachschaden von etwa 39.000 Euro entstanden sein.

Einziehung von 38.000 Euro vorgesehen

Nach Angaben des Gerichts soll im Verfahren außerdem die Einziehung eines Geldbetrages von rund 38.000 Euro geprüft werden. Ob dieser Betrag unmittelbar aus den angeklagten Taten stammt, sei bislang jedoch nicht bekannt.

Zu möglichen sichergestellten Tatwerkzeugen oder weiteren Beweismitteln machte das Gericht keine Angaben.

Schwerer Bandendiebstahl angeklagt

Dem 34-jährigen Angeklagten wird unter anderem schwerer Bandendiebstahl vorgeworfen. Sollte das Gericht den Vorwürfen folgen, sieht das Gesetz hierfür grundsätzlich eine Freiheitsstrafe zwischen einem und zehn Jahren vor.

Ob die mutmaßlichen Mittäter bereits rechtskräftig verurteilt wurden oder gegen sie noch weitere Verfahren laufen, konnte das Landgericht nicht mitteilen.

Keine Zeugen aus Solingen geladen

Im Prozess werden zahlreiche Zeugen vernommen. Nach Auskunft der Pressestelle befindet sich unter den bislang geladenen Zeugen jedoch niemand mit Bezug zur Tatörtlichkeit.

Mit dem Prozessauftakt beginnt die gerichtliche Aufarbeitung einer Serie mutmaßlicher Einbrüche in Bankfilialen aus dem Frühjahr 2020. Ob sich die Vorwürfe gegen den Angeklagten bestätigen, wird nun das Landgericht Wuppertal im Rahmen der Hauptverhandlung klären. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt selbstverständlich die Unschuldsvermutung.

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