SolingenHaus G im Abriss: Ein Stück Solinger Krankenhausgeschichte ist bald endgültig Vergangenheit

Haus G im Abriss: Ein Stück Solinger Krankenhausgeschichte ist bald endgültig Vergangenheit

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Oberirdischer Abriss am Klinikum abgeschlossen – Neubau des modernen Bettenhauses rückt näher

Solingen – Mit dem Abschluss der oberirdischen Abrissarbeiten endet am heutigen Freitag ein weiteres Kapitel in der Geschichte des Klinikums Solingen. Nach knapp fünf Wochen intensiver Arbeiten ist das ehemalige Haus G oberirdisch nahezu vollständig verschwunden. In den kommenden Wochen werden noch die verbliebenen Kellergeschosse zurückgebaut, bevor das Gelände für den Neubau vorbereitet wird.

Seit Anfang Juli arbeiteten sich schwere Raupenbagger und Abbruchmaschinen Stockwerk für Stockwerk durch das bereits entkernte Gebäude. Der dabei anfallende Bauschutt wird nun abtransportiert und im Rahmen eines Recycling-Prozesses unter anderem zu Straßenbaumaterial und Beton weiterverarbeitet.

Nächster Schritt: Vorbereitung für den Klinik-Neubau

Sobald das Gelände vollständig geräumt ist, beginnen die Vorbereitungen für die Erdbauarbeiten. Nach Angaben des Klinikums soll der Baugrund im Oktober freigegeben werden. Damit rückt der Start eines der größten Bauprojekte auf dem Klinikgelände näher.

Bereits im Frühjahr 2027 sollen die eigentlichen Bauarbeiten für das neue Bettenhaus beginnen. Geplant ist ein modernes Gebäude mit acht Vollgeschossen und rund 15.000 Quadratmetern Nutzfläche. Dort sollen künftig etwa 430 Betten untergebracht werden. Außerdem entstehen eine deutlich erweiterte Zentrale Notaufnahme, ein neuer Hubschrauberlandeplatz sowie eine moderne Zentralküche.

Mehr als 70 Jahre Krankenhausgeschichte

Mit dem Abriss verschwindet zugleich ein Gebäude, das über Jahrzehnte das Erscheinungsbild des Klinikums geprägt hat. Haus G wurde 1956 errichtet und galt damals als wichtiger Meilenstein bei der Modernisierung der damaligen Städtischen Krankenanstalten. Bis zur Inbetriebnahme des Bettenhauses E Anfang der 1970er-Jahre war das sechsgeschossige Gebäude das markanteste Bauwerk auf dem Klinikgelände.

Im Laufe der Jahrzehnte waren dort zahlreiche Stationen und Funktionsbereiche untergebracht – unter anderem auch ein Bewegungsbad. Noch bis vor rund zehn Jahren wurden in Haus G Patienten versorgt.

Mit den konkreter werdenden Plänen für den Klinik-Neubau wurden die medizinischen Bereiche nach und nach in andere Gebäude verlegt. Anschließend nutzte das Klinikum Haus G vor allem für Verwaltungsbereiche. Zuletzt diente das Gebäude als Zwischenlager für Material im Zuge zahlreicher interner Umbaumaßnahmen, die nach der Übernahme der Neurologie, Neuroradiologie und der Stroke Unit infolge der Insolvenz der Kplus Gruppe erforderlich geworden waren.

Vorsicht wegen Baustellenverkehr

Auch nach dem Ende der eigentlichen Abrissarbeiten bleibt auf dem Klinikgelände reger Baustellenbetrieb. Während der Abtransport der Abbruchmaterialien erfolgt, bittet das Klinikum Patienten, Besucher und andere Verkehrsteilnehmer um besondere Aufmerksamkeit im Bereich der Baustellenzufahrten.

Mit dem Verschwinden von Haus G endet zwar ein prägendes Kapitel der Solinger Krankenhausgeschichte – gleichzeitig beginnt jedoch die nächste Phase auf dem Weg zu einem modernen Klinikcampus für die kommenden Jahrzehnte.

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