Bergisches Land/Monheim am Rhein – Nach dem Fund einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg in Monheim sind am Mittwochabend auch zahlreiche Rettungskräfte aus dem Bergischen Land zum Einsatz alarmiert worden. Seit etwa 20.20 Uhr sammeln sich zahlreiche Einsatzkräfte aus Solingen, Remscheid und Wuppertal an der Feuer- und Rettungswache 3 am Frankfurter Damm in Wald. Von dort aus sollen die Kräfte gemeinsam nach Monheim ausrücken.
Bei dem Blindgänger soll es sich um eine britische 5-Zentner-Bombe handeln. Aufgrund von Beschädigungen und eines Langzeitzünders kann die Bombe weder transportiert noch auf herkömmlichem Weg entschärft werden. Sie muss deshalb direkt an der Fundstelle in Monheim kontrolliert gesprengt werden.
Die Evakuierung des betroffenen Bereichs ist inzwischen abgeschlossen. Nach derzeitigen Informationen sollen die zusätzlichen Kräfte aus dem Bergischen Land vor allem im weiteren Verlauf des Einsatzes unterstützen. Offenbar ist unter anderem vorgesehen, evakuierte Patienten nach Abschluss der Maßnahmen wieder zurückzubringen.
Für die kontrollierte Sprengung sind mehrere Mitarbeiter des Kampfmittelbeseitigungsdienstes der Bezirksregierung Düsseldorf im Einsatz. Rund zwei Kilogramm Sprengstoff sollen für die kontrollierte Sprengung verwendet werden.
Um die Auswirkungen der Sprengung auf die Umgebung möglichst gering zu halten, werden umfangreiche Schutzmaßnahmen getroffen. Die Grube, in der sich die Bombe befindet, wird mit rund 100 Tonnen Sand verfüllt.
Zusätzlich bringt die Feuerwehr über der Sprengstelle ein sogenanntes „Big Pack“ aus Kunststoffgewebe an. Dieses wird mit etwa 25 Kubikmetern Wasser gefüllt und dient als weitere Schutzmaßnahme bei der Sprengung.
Wann die kontrollierte Sprengung erfolgen kann, hängt vom Abschluss sämtlicher Vorbereitungs- und Sicherheitsmaßnahmen ab. Für die Einsatzkräfte aus Solingen, Remscheid und Wuppertal steht damit voraussichtlich noch ein längerer Einsatz bevor.










