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Gemeinsam im Einsatz: Feuerwehr und Rettungsdienst aus Solingen hilft nach Bombenfund in Monheim

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Solingen/Monheim – Die Feuerwehr Solingen ist am Mittwochabend, 12. August, gemeinsam mit dem Rettungsdienst zur überörtlichen Unterstützung nach Monheim am Rhein ausgerückt. Mit einem Patiententransportzug (PTZ) beteiligten sich die Solinger Einsatzkräfte an dem Großeinsatz rund um einen Bombenfund an der Rheinparkallee.

Insgesamt waren aus Solingen 22 Einsatzkräfte mit zehn Fahrzeugen vor Ort. Anlass für den Einsatz war der Fund einer britischen Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg.

Fünf-Zentner-Bombe mit Langzeitzünder entdeckt

Der Blindgänger war am Mittwochnachmittag bei vorbereitenden Sondierungsarbeiten auf einem Firmengelände an der Rheinparkallee entdeckt worden. Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes der Bezirksregierung Düsseldorf stellten fest, dass die britische Fünf-Zentner-Bombe mit einem sogenannten Langzeitzünder ausgestattet war.

Eine herkömmliche Entschärfung kam deshalb nicht infrage. Die Bombe musste noch am selben Abend vor Ort kontrolliert gesprengt werden.

Rund 2.600 Menschen mussten Sicherheitsbereich verlassen

Rund um die Fundstelle wurde ein Evakuierungsradius von 600 Metern eingerichtet. Etwa 2.600 Menschen waren davon betroffen und mussten ihre Wohnungen beziehungsweise Arbeitsplätze verlassen.

Eine besondere Herausforderung stellte dabei die hohe Zahl älterer und mobilitätseingeschränkter Menschen im betroffenen Bereich dar. Für die Evakuierten richtete die Stadt Monheim eine zentrale Anlaufstelle in der Mensa der Peter-Ustinov-Gesamtschule ein.

Aufgrund der benötigten Transportkapazitäten forderte die Einsatzleitung zusätzliche Kräfte aus der Region an. Auch die Feuerwehr Solingen wurde zur Unterstützung alarmiert.

Solingen schickt zehn Fahrzeuge nach Monheim

Der Solinger Patiententransportzug bestand aus vier Rettungswagen, fünf Krankentransportwagen und einem Einsatzleitfahrzeug. Insgesamt machten sich 22 Einsatzkräfte aus der Klingenstadt auf den Weg nach Monheim.

Die Hauptaufgabe der Solinger Feuerwehr bestand insbesondere darin, nach Abschluss der Gefahrenlage die Menschen koordiniert und sicher von der Sammelstelle zurück in ihre Wohnungen zu bringen. Gerade bei älteren und gehbehinderten Personen waren dafür entsprechende Transportmöglichkeiten erforderlich.

Nach Angaben der Feuerwehr kam dem Einsatz auch die bereits bestehende Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehren zugute. Monheim ist Partner im gemeinsamen Verbund des Telenotarztes Bergisches Land. Dadurch kennen sich mehrere Führungskräfte bereits aus der interkommunalen Zusammenarbeit, was Abstimmungen und Kommunikationswege während des Einsatzes erleichterte.

Bombe um 22.11 Uhr erfolgreich gesprengt

Nachdem der Sicherheitsbereich vollständig geräumt worden war, konnte der Kampfmittelbeseitigungsdienst die Bombe schließlich kontrolliert sprengen. Die Sprengung erfolgte um 22.11 Uhr und verlief erfolgreich.

Anschließend begann die Rückführung der zuvor evakuierten Menschen. Der Einsatz konnte noch am späten Abend ohne Zwischenfälle beendet werden. Alle betroffenen Personen konnten nach Angaben der Feuerwehr wohlbehalten in ihre Wohnungen und Unterkünfte zurückkehren.

Für die Solinger Einsatzkräfte endete damit ein außergewöhnlicher überörtlicher Einsatz, bei dem Feuerwehren und Rettungsdienste aus mehreren Städten gemeinsam für die Sicherheit der Bevölkerung sorgten.

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