Solingen – Eine Woche lang hat die Polizei im Bergischen Städtedreieck verstärkt die Geschwindigkeit kontrolliert. Im Rahmen einer europaweiten Verkehrssicherheitsaktion nahmen die Einsatzkräfte vom 3. bis 9. August zahlreiche Straßen in Solingen, Wuppertal und Remscheid ins Visier. Das Ergebnis: Bei 23.721 kontrollierten Fahrzeugen wurden insgesamt 1.024 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt.
Allein in Solingen wurden 363 Verstöße geahndet. In Wuppertal waren es 466 und in Remscheid 195.
Mit 109 km/h über die L74
Auch ein besonders schneller Verkehrsteilnehmer fiel den Beamten in Solingen auf. Auf der L74 stoppten die Einsatzkräfte einen Fahrer, der deutlich schneller unterwegs war als erlaubt.
Bei einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h wurde das Fahrzeug mit 109 km/h gemessen – damit lag die gemessene Geschwindigkeit 39 km/h über dem erlaubten Tempo.
Fahrer in Remscheid droht erneut ein Fahrverbot
Einen weiteren erheblichen Verstoß registrierte die Polizei am 5. August auf der Lenneper Straße in Remscheid. Dort wurde ein Autofahrer mit 95 km/h bei erlaubten 50 km/h gemessen.
Besonders bemerkenswert: Nach Angaben der Polizei hatte der Mann seinen Führerschein erst vor kurzer Zeit zurückerhalten, nachdem gegen ihn bereits zuvor ein Fahrverbot verhängt worden war. Nun drohen ihm erneut Konsequenzen. Neben einem Bußgeld und zwei Punkten muss er mit einem weiteren einmonatigen Fahrverbot rechnen.
Polizei will Kontrollen fortsetzen
Mit den verstärkten Geschwindigkeitskontrollen soll insbesondere auf die Gefahren durch zu hohe oder nicht angepasste Geschwindigkeit aufmerksam gemacht werden. Diese zählt nach Angaben der Polizei zu den Hauptursachen für Verkehrsunfälle. Neben der Ahndung von Verstößen sollen die Kontrollen deshalb auch das Bewusstsein der Verkehrsteilnehmer für die Risiken überhöhter Geschwindigkeit stärken.
Trotz der mehr als 1.000 festgestellten Verstöße zieht die Polizei insgesamt ein differenziertes Fazit: Der überwiegende Teil der knapp 24.000 kontrollierten Verkehrsteilnehmer hielt sich an die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit.
Die Verkehrsüberwachung soll dennoch auch künftig einen Schwerpunkt der Polizeiarbeit bilden. Ziel sei es, die Zahl der Verkehrsunfälle weiter zu reduzieren und die Sicherheit auf den Straßen zu erhöhen.










