Dies & DasSeniorenbeirat warnt vor zunehmender Hitze und fordert mehr Schutzmaßnahmen in Solingen

Seniorenbeirat warnt vor zunehmender Hitze und fordert mehr Schutzmaßnahmen in Solingen

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Solingen. Der Seniorenbeirat der Stadt Solingen warnt angesichts der aktuellen Hitzeentwicklung erneut vor den gesundheitlichen Folgen hoher Temperaturen und fordert von der Stadt weitere Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung. Dabei richtet das Gremium seinen Blick insbesondere auf ältere Menschen, die bei länger anhaltender Hitze besonders gefährdet sein können.

Seniorenbeirat spricht von dramatischer Entwicklung

In einer aktuellen Pressemitteilung nimmt der Seniorenbeirat Bezug auf seine bereits am 9. Juli veröffentlichte Stellungnahme. Anlass für die erneute Wortmeldung sind nach Angaben des Beirats aktuelle Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) zu hitzebedingten Todesfällen. Der Seniorenbeirat spricht von fast 12.000 Hitzetoten bis Ende Juni 2026 und bezeichnet die Entwicklung als dramatisch.

Vor diesem Hintergrund sieht das Gremium auch in Solingen weiteren Handlungsbedarf. Nach Auffassung des Seniorenbeirats seien trotz der seit Jahren erkennbaren Folgen des Klimawandels bislang nicht genügend wirksame Maßnahmen umgesetzt worden, um insbesondere die Auswirkungen extremer Hitze abzumildern.

Mehr Hitzeschutz in Alten- und Pflegeeinrichtungen gefordert

Konkret fordert der Seniorenbeirat unter anderem einen stärkeren Hitzeschutz in Alten- und Pflegeeinrichtungen. Dort gebe es nach seiner Einschätzung bislang zu wenige Klimaanlagen.

Darüber hinaus spricht sich das Gremium für zusätzliche Baumpflanzungen im Stadtgebiet sowie eine stärkere Begrünung von Gebäuden aus. Auch beim Umgang mit sogenannten Schottergärten sieht der Seniorenbeirat weiteren Handlungsbedarf.

Grünzüge sollen geschützt werden

Ein weiterer Schwerpunkt der Forderungen betrifft den Erhalt der Solinger Grünzüge. Diese sollen nach Vorstellung des Seniorenbeirats rechtssicher geschützt werden. Gleichzeitig spricht sich das Gremium ausdrücklich gegen pauschale Verbote aus.

„Der Seniorenbeirat möchte darüber hinaus sichergestellt wissen, dass die Grüngürtel der Stadt rechtssicher geschützt werden, ohne jedoch pauschale Verbote auszusprechen“, heißt es in der Mitteilung.

Brachflächen vor neuen Baugebieten prüfen

Bei Entscheidungen über neue Gewerbe- oder Wohngebiete müsse nach Ansicht des Seniorenbeirats die wissenschaftlich nachgewiesene klimatische Bedeutung der noch vorhandenen Grünzüge berücksichtigt werden.

Bevor bislang unbebaute Flächen für neue Gewerbe- oder Wohngebiete freigegeben werden, sollten zunächst vorhandene und geeignete Brachflächen im Solinger Stadtgebiet eingehend auf eine mögliche Bebauung geprüft werden.

Damit sollen nach Auffassung des Gremiums sowohl die Anforderungen des Klima- und Hitzeschutzes als auch die wirtschaftlichen und städtebaulichen Bedürfnisse Solingens berücksichtigt werden.

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