BlaulichtMassiver Wassereinbruch im Solinger Rathaus sorgt am Mittwochabend für größeren Feuerwehreinsatz

Massiver Wassereinbruch im Solinger Rathaus sorgt am Mittwochabend für größeren Feuerwehreinsatz

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Starkregen während laufender Dacharbeiten – Wasser läuft durch vier Etagen

Solingen – Ein erheblicher Wassereinbruch hat am Mittwochabend die Feuerwehr im Solinger Rathaus am Walter-Scheel-Platz beschäftigt. Nach einem kräftigen Regenschauer drang Wasser über das Dach in das Gebäude ein und lief durch mehrere Etagen. Feuerwehr, Haustechnik und Dachdecker waren rund zwei Stunden damit beschäftigt, die Wassermassen einzudämmen und größere Schäden zu verhindern.

Der Einsatz begann zunächst mit einem vermeintlichen Feueralarm. Um 18.55 Uhr löste die automatische Brandmeldeanlage des Rathauses aus. Daraufhin rückte die Feuer- und Rettungswache I von der Katternberger Straße mit Einsatzleitwagen, Löschfahrzeug und Drehleiter aus.

Vor Ort war schnell klar: Gebrannt hatte es nicht. Wasser war vom Dach in einen Treppenraum eingedrungen und hatte dort an einem Melder der Brandmeldeanlage einen Kurzschluss verursacht. Ein Haustechniker führte die Feuerwehr zur betroffenen Stelle. Dort zeigte sich allerdings, dass deutlich mehr Wasser ins Gebäude lief als zunächst vermutet.

Kräftiger Regen trifft auf Arbeiten am Dach

Nach Angaben der Feuerwehr kamen am Abend zwei ungünstige Faktoren zusammen. Am Entwässerungssystem des Rathausdaches fanden Arbeiten statt, gleichzeitig zog ein anhaltender kräftiger Regenschauer über Solingen. In der Folge drangen größere Wassermengen vom Dach in den Treppenraum im Bereich Merianstraße / Cronenberger Straße ein.

Die Mitarbeiter der Haustechnik reagierten sofort und versuchten mit den vorhandenen Mitteln, das Schlimmste zu verhindern. Große fahrbare Papiermülltonnen und andere Behälter wurden unter die Stellen geschoben, an denen das Wasser ins Gebäude lief. Volle Behälter mussten immer wieder nach draußen gebracht und entleert werden.

Währenddessen suchten die Dachdecker auf dem Dach nach einer Möglichkeit, den Wassereinbruch zu stoppen. Schnell wurde jedoch deutlich, dass die vorhandenen Kräfte nicht ausreichen würden. Die Feuerwehr änderte daraufhin das Einsatzstichwort auf „Wassereinbruch“ und forderte weitere Unterstützungskräfte an.

Feuerwehr pumpt Wasser vom Dach

Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswache I pumpten gemeinsam mit der Besatzung des Rüstwagens der Wache III das auf dem Dach stehende Wasser mit Tauchpumpen ab. So konnten die Dachdecker anschließend weitere Abdichtungsarbeiten vornehmen.

Auch im Rathaus selbst gab es reichlich Arbeit. Das Wasser war bereits über vier Geschosse vorgedrungen. Die Löscheinheit 3 (Mangenberg) der Freiwilligen Feuerwehr unterstützte dabei, das eindringende Wasser aufzufangen bzw. aus dem Gebäude abzuleiten. Dabei kamen auch mehrere Wassersauger zum Einsatz.

Gegen 21.00 Uhr hatte die Feuerwehr die Lage weitgehend unter Kontrolle. Der Schaden konnte nach ersten Erkenntnissen hauptsächlich auf den betroffenen Treppenraum sowie unmittelbar angrenzende Flure und Büroräume begrenzt werden. Die Dachdecker leiteten anschließend weitere Maßnahmen ein, damit kein neues Wasser in das Gebäude eindringen kann.

Rathausbetrieb wohl kaum beeinträchtigt

Wie hoch der entstandene Schaden tatsächlich ist, lässt sich derzeit noch nicht sagen. Das Gebäudemanagement muss nun prüfen, ob und in welchem Umfang einzelne Räume vorerst nicht genutzt werden können.

Größere Auswirkungen auf den Rathausbetrieb werden derzeit allerdings nicht erwartet. Nach Einschätzung der Feuerwehr dürfte es lediglich zu geringfügigen Einschränkungen kommen. Dass der Wasserschaden nicht noch deutlich größer ausgefallen ist, dürfte vor allem dem schnellen Zusammenspiel von Haustechnik, Feuerwehr und Dachdeckern zu verdanken sein.

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