PolitikFraktionen starten neuen Anlauf für Sonnenschutz auf dem Ohligser Marktplatz

Fraktionen starten neuen Anlauf für Sonnenschutz auf dem Ohligser Marktplatz

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CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und SG zukunft. wollen erneut prüfen lassen, wie der Ohligser Marktplatz im Sommer beschattet werden kann. Zugleich wirft der Antrag die Frage auf, weshalb der Hitzeschutz bei Planung und Neubau des Platzes offenbar keine größere Rolle gespielt hat.

Solingen – Nach den heißen Wochen und Monaten dieses Sommers unternehmen mehrere Fraktionen in der Bezirksvertretung Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid einen neuen Anlauf für mehr Hitzeschutz auf dem Ohligser Marktplatz. CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und SG zukunft. haben gemeinsam einen entsprechenden Prüfauftrag für die Sitzung am 21. September 2026 eingereicht.

Die Stadtverwaltung soll untersuchen, ob während der Sommermonate eine mobile oder saisonale Beschattung eingerichtet werden kann. Als mögliche Lösungen nennen die Antragsteller Sonnensegel, einen großen Marktschirm, der in eine vorhandene Bodenhülse eingesetzt werden könnte, oder vergleichbare Systeme.

Wochenmarkt und Rettungswege müssen berücksichtigt werden

Im Rahmen der Prüfung soll die Verwaltung zunächst geeignete Standorte ermitteln. Zudem müsse geklärt werden, wie sich ein Sonnenschutz mit dem Wochenmarkt, Veranstaltungen und den erforderlichen Rettungswegen vereinbaren lässt.

Auch die voraussichtlichen Investitions- und Unterhaltungskosten sollen untersucht werden. Darüber hinaus möchten die Fraktionen wissen, ob für die Maßnahme Fördermittel zur Klimaanpassung in Anspruch genommen werden können.

Der Ohligser Marktplatz sei ein zentraler Treffpunkt und zugleich Veranstaltungsort für den Wochenmarkt sowie zahlreiche Feste, heißt es in der Begründung. Bei starker Sonneneinstrahlung heize sich der Platz jedoch erheblich auf. Dadurch werde die Aufenthaltsqualität vor allem an heißen Sommertagen deutlich eingeschränkt.

Hitzeschutz erst nach dem Neubau im Blick

Der erneute Vorstoß lenkt zugleich den Blick auf die ursprüngliche Planung des neu gestalteten Marktplatzes. Angesichts bereits damals bekannter Klimaprognosen stellt sich die Frage, ob zunehmende Hitze und längere Trockenperioden bei der Konzeption ausreichend berücksichtigt wurden.

Dass nun nachträglich über Sonnensegel, einen Großschirm oder andere mobile Lösungen gesprochen werden muss, deutet zumindest darauf hin, dass eine wirksame Beschattung bei der Neugestaltung keine zentrale Rolle spielte. Eine frühzeitige Einplanung hätte möglicherweise größere gestalterische Spielräume eröffnet und spätere Zusatzkosten vermeiden können.

Eine mobile oder saisonale Lösung könnte den Platz dennoch kurzfristig angenehmer und besser nutzbar machen, ohne seine unterschiedlichen Nutzungsmöglichkeiten dauerhaft einzuschränken. Die Verwaltung soll deshalb aufzeigen, welche Varianten technisch, wirtschaftlich und gestalterisch sinnvoll umgesetzt werden könnten.

Erster Prüfauftrag wurde abschlägig beschieden

Neu ist die Forderung nach einem Sonnenschutz auf dem Ohligser Marktplatz nicht. Bereits am 22. September 2025 hatte die Bezirksvertretung einen ähnlich formulierten Prüfauftrag von SPD und Grünen beschlossen.

Das zuständige Ressort beschied diesen Antrag im Februar 2026 jedoch abschlägig. Zur Begründung verwies die Verwaltung damals unter anderem darauf, dass die vorhandenen personellen Kapazitäten auf die Umsetzung der Integrierten Stadtentwicklungskonzepte für Wald und die Innenstadt konzentriert würden. Weitere Maßnahmen in Ohligs seien zudem nicht im Haushaltsplan vorgesehen gewesen. Auch zu möglichen Fördermitteln habe es damals keine neuen Erkenntnisse gegeben.

Die beteiligten Fraktionen betonen, dass sie keine sofortige Umsetzung erwarten. Die Hitze der vergangenen Wochen und Monate habe jedoch erneut gezeigt, dass beim kommunalen Hitzeschutz Handlungsbedarf bestehe. Die Verwaltung solle sich deshalb noch einmal mit dem Thema beschäftigen und dabei auch den Haushaltsplan für das Jahr 2027 in den Blick nehmen.

Über den gemeinsamen Prüfauftrag soll die Bezirksvertretung Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid am 21. September entscheiden.

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