Lange Bearbeitungszeiten bei Auflassungsvormerkungen bremsen nach Ansicht von Dario Dzamastagic Immobilientransaktionen in Wuppertal aus
Wuppertal – Die Eintragung einer Auflassungsvormerkung kann in Wuppertal nach Angaben des Unternehmens Alfred Vollmer Immobilien KG derzeit teilweise bis zu fünf Monate dauern. Der Geschäftsführer Dario Dzamastagic fordert deshalb, Möglichkeiten zur Beschleunigung der Verfahren zu prüfen. Sein Ziel: Die Bearbeitungszeit soll möglichst auf fünf Wochen verkürzt werden.
Dzamastagic ist Geschäftsführer der Alfred Vollmer Immobilien KG in Wuppertal und Mitglied im Vorstand des Immobilienverbands Deutschland (IVD West). Das Unternehmen ist in der Vermittlung und Beratung rund um Wohn- und Gewerbeimmobilien tätig und begleitet Immobilientransaktionen in Wuppertal und der Region.
Dzamastagic sieht in den langen Wartezeiten nicht nur eine Belastung für Käufer und Verkäufer. Sie könnten sich seiner Einschätzung nach auch negativ auf Investitionen und die wirtschaftliche Entwicklung des Standorts auswirken.
„5 Wochen sind nicht 5 Monate. An einer Immobilientransaktion hängen heute sehr viele weitere Entscheidungen: Kaufpreiszahlungen, Finanzierungen, Investitionen, Handwerksaufträge und nicht zuletzt die Lebensplanung von Menschen“, erklärt Dzamastagic.
Vormerkung schützt den Käufer
Die Auflassungsvormerkung ist ein wichtiges Sicherungsinstrument beim Immobilienkauf. Sie wird auf Grundlage des notariellen Kaufvertrags zugunsten des Käufers in das Grundbuch eingetragen und sichert dessen Anspruch auf die spätere Übertragung des Eigentums.
An dieser Schutzfunktion dürfe nach Auffassung des Immobilienunternehmers nicht gerüttelt werden. „Die Auflassungsvormerkung ist wichtig. Auf diesen Schutz zu verzichten, nur um eine Transaktion zu beschleunigen, wäre der völlig falsche Weg. Es geht nicht um weniger Sicherheit, sondern um mehr Geschwindigkeit.“
In der Regel wird der Kaufpreis erst fällig, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Dazu gehört häufig auch die Eintragung der Auflassungsvormerkung. Verzögert sich diese, können sich daher auch die Zahlung und die weitere Abwicklung des Immobiliengeschäfts verschieben.
Kapital und Investitionen bleiben länger gebunden
Nach Einschätzung von Dzamastagic reichen die Folgen weit über die einzelne Immobilientransaktion hinaus. Verkäufer und Bauträger könnten später über den Verkaufserlös verfügen, während Kapital länger gebunden bleibe. Dadurch könnten sich geplante Investitionen und Handwerksaufträge verzögern.
Auch Käufer, Verkäufer, Eigentümer, Mieter und Familien müssten ihre weiteren Planungen möglicherweise nach hinten verschieben. Eine länger belastete Liquidität könne zudem Ausfallrisiken erhöhen und juristische Auseinandersetzungen begünstigen.
„Eine Immobilientransaktion findet nie isoliert statt. Wenn Kapital wartet, warten häufig auch Aufträge, Investitionen und Menschen. Eine monatelange Schwebephase kennt deshalb am Ende keine Gewinner“, so Dzamastagic.
Keine Schuldzuweisung an einzelne Stellen
Mit seiner Forderung will der Immobilienunternehmer nach eigener Aussage keine einzelnen Behörden oder Verantwortlichen an den Pranger stellen. Vielmehr müsse geprüft werden, wie sich die notwendigen Abläufe bei gleichbleibender Rechtssicherheit beschleunigen ließen.
„Uns geht es ausdrücklich nicht darum, Schuldige zu suchen. Entscheidend ist die Frage, wie wir notwendige Verfahren schneller machen können. Mein Wunsch für Wuppertal ist einfach: 5 Wochen statt bis zu 5 Monate.“
Eine deutliche Verkürzung der Bearbeitungszeiten könnte nach seiner Einschätzung dazu beitragen, dass Kaufpreiszahlungen, Investitionen und Aufträge schneller ausgelöst werden.
„Nicht weniger Sicherheit. Mehr Geschwindigkeit. Das wäre ein echter Turbo für die Immobilienwirtschaft und letztlich für wirtschaftliche Aktivität in unserer Stadt“, betont Dzamastagic.










