Der Bergische HC hat den Rhein-Neckar Löwen einen leidenschaftlichen Kampf geliefert, sich am Ende aber nicht belohnt. Vor knapp 2.500 Zuschauern in der Wuppertaler Unihalle unterlag der BHC denkbar knapp mit 26:27 (13:14). Ausschlaggebend waren einige Fehler zu viel in der entscheidenden Phase.
Bergisches Land – Die Stimmung in der Unihalle erreichte ihren Höhepunkt, als Johannes Wasielewski den Ball zum 22:20 ins leere Tor warf. Der Treffer krönte einen 5:0-Lauf der Bergischen. Knapp eine Viertelstunde vor dem Ende schien die Partie zugunsten der Gastgeber zu kippen.
Doch die Rhein-Neckar Löwen fanden zurück ins Spiel. Zunächst parierte BHC-Torhüter Christopher Rudeck, der Abpraller landete jedoch bei Jannik Kohlbacher, der die längere Torflaute der Gäste beendete. Anschließend leisteten sich die Bergischen zwei Ballverluste. Zudem sah Tom Bergner nach einer Abwehraktion gegen Haukur Thrastarson die Rote Karte. Die lange Überprüfung der Szene per Videobeweis nahm der aufgeheizten Atmosphäre in der Halle etwas den Schwung.
Löwen drehen die Partie erneut
Die Gäste nutzten die folgende Überzahl, übernahmen wieder die Führung und profitierten dabei von weiteren technischen Fehlern des BHC. Dennoch gaben sich die Gastgeber nicht geschlagen. Julian Fuchs verkürzte, anschließend parierte Rudeck einen Siebenmeter von Kentin Mahé.
Auf der Gegenseite verpasste Lars Kooij allerdings den möglichen Anschlusstreffer zum 25:26. Thrastarson stellte daraufhin wieder einen Drei-Tore-Abstand her. Nach einer Roten Karte gegen Robert Timmermeister kamen die Bergischen noch einmal heran: Lukas Becher traf zum 25:27, Gerdas Babarskas verkürzte 21 Sekunden vor dem Ende auf 26:27.
Der BHC setzte anschließend alles daran, noch einmal in Ballbesitz zu kommen. Die Rhein-Neckar Löwen retteten ihren knappen Vorsprung jedoch auch mithilfe einer letzten Auszeit über die Zeit.
Starke Torhüter auf beiden Seiten
Bereits in der ersten Halbzeit mussten die Bergischen mehrere Rückschläge verkraften. Fast neun Minuten lang gelang kein Treffer. Trotzdem kämpfte sich die Mannschaft nach einem 5:8-Rückstand zurück. Sören Steinhaus, Julian Fuchs, Lukas Becher, Tim Hilding und Fynn Hangstein sorgten für den 10:10-Ausgleich.
Die Abwehr des BHC stand über weite Strecken stabil, zudem zeigte Christopher Rudeck zahlreiche starke Paraden. Auf der anderen Seite erwischte auch David Späth im Tor der Rhein-Neckar Löwen einen überzeugenden Abend. Nach der Pause verhinderte er mehrfach den Ausgleich und hatte großen Anteil daran, dass sich die Gäste zwischenzeitlich auf 18:14 absetzen konnten.
Der BHC ließ sich davon nicht entmutigen und spielte anschließend seine stärkste Phase. Die zwischenzeitliche 22:20-Führung reichte jedoch nicht, um die Partie vollständig zu drehen.
„Ein Punkt wäre sicher verdient gewesen“, sagte BHC-Trainer Markus Pütz nach dem Spiel. Seine Mannschaft habe sich mehrfach zurückgekämpft, in einigen Situationen aber zu hektisch agiert. Trotz der dritten Niederlage sieht Pütz den Saisonstart differenziert: „Früher oder später kommen die Punkte, denn wir sind nicht weit weg.“
Auch BHC-Geschäftsführer Fabian Gutbrod bewertete die Leistung grundsätzlich positiv. Die Niederlage lasse sich vor allem auf die Chancenverwertung, fehlende Cleverness in der Schlussphase und etwas Pech zurückführen. Nun wollen die Bergischen die kommende Woche zur Regeneration und zur Vorbereitung auf das nächste Spiel gegen Erlangen nutzen.







