Lokale Allianz beendet nach drei Jahren ihr gefördertes Projekt – zahlreiche Aktionen im September und große Abschlusswoche im Oktober
Solingen – Drei Jahre lang hat sich die Lokale Allianz für Menschen mit Demenz in Solingen gemeinsam mit verschiedenen Partnern dafür eingesetzt, die Lebenssituation von Betroffenen und ihren Angehörigen zu verbessern. Information, Beratung, Begegnung und gesellschaftliche Teilhabe standen dabei im Mittelpunkt. 2026 läuft das geförderte Projekt aus. Zum Abschluss sind in Solingen noch einmal zahlreiche Veranstaltungen geplant – gleich mehrfach spielt dabei die Bethanien-Kapelle in Aufderhöhe eine zentrale Rolle.
Bereits am Donnerstag, 17. September, macht die „Tour Demenz 2026 – Gemeinsam in Bewegung“ Station in Solingen. Um 10.45 Uhr werden die Teilnehmer am Rathaus auf dem Walter-Scheel-Platz begrüßt. Anschließend stehen gemeinsame Bewegung, Tanz und „Pound“ auf dem Programm. Sportliche Leistung ist dabei ausdrücklich nicht gefragt – vielmehr sollen Freude an Bewegung und Begegnung im Vordergrund stehen. Gleichzeitig informieren die Partner der Lokalen Allianz über Beratungs- und Unterstützungsangebote.
Die „Tour Demenz“ führt jährlich mit dem Fahrrad durch das Bergische Land und soll für das Thema sensibilisieren. Gleichzeitig soll sie deutlich machen, dass Menschen mit Demenz selbstverständlich zur Stadtgesellschaft gehören.
Fachtag in der Bethanien-Kapelle
Anlässlich des Welt-Alzheimertages folgt am Montag, 21. September, der Fachtag „Wir bewegen Demenz!“ in der Bethanien-Kapelle. Einlass ist um 15.00 Uhr, das Programm beginnt um 15.30 Uhr und soll gegen 20.00 Uhr enden. Der Eintritt ist frei.
Eingeladen sind Menschen mit Demenz, Angehörige, Fachkräfte und interessierte Bürger. Thematisiert werden unter anderem aktuelle Entwicklungen, Prävention sowie der Umgang von Kindern mit dem Thema Demenz.
Ein besonderer Programmpunkt ist das Theaterstück „Du bist meine Mutter“ des DAS Theater Köln. Es erzählt von einer Mutter mit Demenz und ihrem Sohn und beschäftigt sich mit den Veränderungen, die eine Demenzerkrankung für Beziehungen und Familien mit sich bringt. Eine Gesprächsrunde mit Betroffenen und Unterstützenden schließt sich an.
Beratung soll über das Projekt hinaus bleiben
Ein dauerhaftes Ergebnis der dreijährigen Zusammenarbeit ist die „Demenz Beratung Solingen“. Sie richtet sich insbesondere an Angehörige, die im Alltag mit schwierigen oder belastenden Situationen konfrontiert werden.
Die Beratung soll dabei helfen, Veränderungen in Kommunikation und Verhalten besser zu verstehen, konkrete Lösungswege für den Alltag zu entwickeln und passende Hilfsangebote in Solingen zu finden. Beteiligt sind unter anderem die Diakonie Bethanien, das Evangelische Wohn- und Pflegezentrum, der Sozialpsychiatrische Dienst sowie die Pflege- und Wohnberatung der Stadt Solingen und das Regionalbüro Alter, Pflege und Demenz Bergisches Land.
Fünf Tage zum Abschluss
Den offiziellen Schlusspunkt setzt vom 5. bis 9. Oktober die Abschlusswoche unter dem Motto „Räume schaffen, Begegnung ermöglichen“. An jedem Tag ist eine andere Veranstaltung vorgesehen.
Los geht es am Montag, 5. Oktober, von 11 bis 13 Uhr mit einem Sportaktionstag auf dem Sportcampus des TSV Aufderhöhe an der Straße Josefstal 4. Am Dienstag, 6. Oktober, dreht sich von 10 bis 11.30 Uhr im Mehrgenerationenhaus am Mevlüde-Genç-Platz alles um die Kommunikation mit Menschen mit Demenz.
Am Mittwoch, 7. Oktober, folgt von 13 bis 17.15 Uhr ein Online-Fachtag zu Wegen der Demenzprävention. Hierfür ist eine vorherige Anmeldung erforderlich.
Noch einmal zur Bühne für das Thema Demenz wird die Bethanien-Kapelle an der Aufderhöher Straße 173 am Donnerstag, 8. Oktober. Ab 16 Uhr wird dort der Dokumentarfilm „Human Forever“ gezeigt, der sich mit Demenz, Menschlichkeit und Zugehörigkeit beschäftigt. Im Anschluss besteht bei Fingerfood und Getränken Gelegenheit zum Austausch.
Den Abschluss bildet am Freitag, 9. Oktober, von 10 bis 11 Uhr die Aktion „Musik an – gemeinsam tanzen!“ auf dem Walder Kirchplatz.
Alle Veranstaltungen sind kostenfrei. Eingeladen sind neben Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen auch Fachkräfte, Ehrenamtliche und alle interessierten Solinger.
Mit der Abschlusswoche endet zwar das geförderte Projekt der Lokalen Allianz, die in den vergangenen drei Jahren aufgebauten Strukturen sollen jedoch weiterwirken. Dazu zählen Netzwerke und Beratungsangebote ebenso wie neue Möglichkeiten zur Begegnung. Das gemeinsame Ziel bleibt, Berührungsängste abzubauen und Menschen mit Demenz eine möglichst selbstverständliche Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.







